Facebook, Scheider, Fekter und ein nackter Hintern
Der Klagenfurter Bürgermeister hat mit einer Aktion für Aufsehen gesorgt. Auf seiner Facebook-Seite hat er ein Foto der Finanzministerin veröffentlicht, auf dem diese auf geschmacklose Weise verhöhnt wird.

Foto © KK/FacebookDer Facebook-Eintrag
Schlechten Geschmack kann man nicht lernen, den hat man: Den Beweis liefert jetzt die FPK Klagenfurt: Bürgermeister Christian Scheider postete Donnerstagabend auf seiner privaten Facebook-Seite ein Foto, auf dem Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) auf geschmacklose Weise verhöhnt wird. Die Fotomontage kursiert derzeit im Internet, sie zeigt ein entblößtes Hinterteil. Damit nicht genug: Das Stadtoberhaupt (oder einer seiner Mitarbeiter) versah das Foto mit einem zynischen Kommentar.
"Das werde ich löschen", sagt Sandra Wassermann, als sie gestern von der Kleinen Zeitung mit dem Posting konfrontiert wird. Die FPK-Klubobfrau und Bürgermeisterassistentin liefert auch eine "Erklärung" und spricht von einer Panne: Es habe sich herausgestellt, dass ein Mitarbeiter besagten Kommentar und das Foto "versehentlich" unter dem Namen des Bürgermeisters online gestellt hat.
Warum der Beitrag trotz nachfolgender Postings mehr als 15 Stunden lang keinem aufgefallen ist, konnte Wassermann nicht erklären. Sie ist laut eigener Aussage eine von zwei Mitarbeitern, die neben Scheider für dessen Facebookseite verantwortlich sind. "Ein Kollege stellt die Fotos rauf, ein anderer kümmert sich um die Texte", erklärt Wassermann die blaue Facebook-Arbeitsteilung.
Ende März sah sich Scheider selbst als Opfer einer Facebook-Kampagne. Damals fotografierte eine Mitarbeiterin von Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) eine Bürgermeister-Parodie, die auch für hunderte Spaziergänger auf Plakaten in der Wörthersee-Ostbucht zu sehen war. Die Magistratsbedienstete stellte das Foto auf ihre private Facebookseite - und musste zum Rapport. Magistratsdirektorin Claudia Koroschetz forderte sie auf, das Foto umgehend zu löschen. Begründung: Die Mitarbeiterin würde mit der Veröffentlichung des Plakates das Ansehen der Stadt schädigen.














