Den Kleinen fehlen große Parkplätze
Eltern wünschen sich in den City Arkaden Familienparkplätze und mehr WCs. Center-Leitung feilt am Parkkonzept.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth WeichselbraunGanz schön knapp, die Parkplätze in den City Arkaden
Jeder, der Kinder hat, weiß, dass alltägliche Dinge wie Einkaufen, Arztbesuche oder Behördenwege mit dem Nachwuchs manchmal alles andere als kinderleicht sind. Selbst Orte, die eigentlich auf Familien ausgerichtet sind, machen Mama und Papa oft das Leben schwer. Das Klagenfurter Einkaufszentrum City Arkaden gehört für Nicole Wankmüller dazu. Wie die Mutter von zwei kleinen Kindern (2,5 Jahre und fünf Monate) in ihrem Leserbrief schilderte, nutzt sie gerne die Parkgarage, um Einkäufe zu erledigen und den Kinderarzt zu besuchen: "Wenn es regnet oder schneit, steht man beim Be- und Entladen des Autos im Trockenen und bei Tropenhitze kann man in ein relativ kühles Auto einsteigen."
Für die Klagenfurterin gibt es bei all diesen Vorteilen allerdings auch ein großes Aber. Und damit ist sie nicht allein, wie viele Rückmeldungen auf Facebook beweisen. Die Parkplätze sind einigen zu klein bemessen. Wenn Wankmüller eingeparkt hat, bekommt sie den Maxi Cosi nicht mehr aus dem Auto und kann ihrem älteren Kind nicht beim Aussteigen helfen. Nur wenn sie Glück hat, ergattert sie einen der wenigen Frauenparkplätze, die ein wenig breiter sind. Ganz anders ist es bei der Möbelhauskette Ikea, die sehr großzügige Familienparkplätze anbietet.
Nachbessern
"City Arkaden"-Chefin Andrea Wicht kennt das Problem: "Als Innenstadt-Einkaufszentrum sind wir an unsere Grundstücksgrenzen gebunden und können nicht so optimal planen, wie ein Möbelhaus auf der grünen Wiese." Die Behörde schreibe mindestens 880 Stellplätze für das Center vor: "Das wird regelmäßig nachgezählt. Würden wir uns nicht daran halten, könnten wir unsere Betriebsgenehmigung verlieren." Nichtsdestotrotz versucht Wicht, das Parkplatzangebot zu optimieren: "Wir haben einen Verkehrsplaner hinzugezogen." Dieser habe einige Verbesserungsvorschläge gemacht, die zum Teil noch heuer und 2013 umgesetzt werden sollen, sofern es das Budget erlaubt.
Den "Spielplatz" in den City Arkaden, der gut angenommen wird, hat die Center-Managerin ebenfalls unter die Lupe genommen. Er soll 2013 noch verbessert werden. Keinen Handlungsbedarf sieht sie hingegen bei den Toiletteanlagen, dem Wickelraum und den Liften, obwohl sich viele Kunden eine Ausweitung dieses Angebotes wünschen. Oft wird das Villacher Einkaufszentrum Atrio als positives Beispiel genannt. Allerdings ist Wicht aufgefallen, dass viele Eltern trotz Verbotstafeln mit Kinderwagen die Rolltreppe nehmen. Selbst, wenn sie persönlich auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden, zeigen sie sich nicht einsichtig. Unverständlich für Wicht, da es neben den Center-Liften auch in einigen Geschäften wie Müller, C&A und S'Oliver Aufzüge gibt.













