"Kärnten ist ein Nanoelektrik-Star"
Andreas Wild, Chef des EU-Beirats für Nanoelektrik, würde Kärnten gerne mit Forschungsgeldern bedenken. Jetzt startet er einen "Call" und erwartet mehrere Kärntner Bewerber.

Foto © KLZ/TraussnigAndreas Wild im Klagenfurter Lageside-Park: "Bei Nanoelektrik ist Kärnten ganz vorne mit dabei"
Kärnten braucht keine Minderwertigkeitskomplexe zu haben. Das Land ist in unserem Bereich ein Star." Das Zitat stammt von Andreas Wild, Chef der europäischen Nanoelektrik-Initiative Eniac JU mit Sitz in Brüssel, die aus einem EU-Beirat hervorging.
Schon in den vergangenen Jahren hat Kärnten, insbesondere Infineon Villach, von Eniac profitiert. Heuer hat Wild 200 Millionen öffentliche Gelder für Nanoelektrik-Forschung zu vergeben. EU-weit hat er bereits 16 Vorschläge, davon ein Drittel österreichische Unternehmen (mit Schwerpunkt Kärnten). In den nächsten Tagen wird Wild einen "Call" starten. Er erwartet dann konkrete Projekte. "Da werden mehrere Kärntner Firmen dabei sein", verrät er bei einem Treffen mit Technologiereferent Harald Dobernig (FPK) und KWF-Vorstand Hans Schönegger. Es werden Forschungsprojekte sein, die bereits 2013 starten.
Um die Dringlichkeit seiner Fördervorhaben zu unterstreichen, war Wild dieser Tage persönlich in Klagenfurt. Er sagt: "Die USA haben, was Nanoelektrik angeht, einen weltweiten Marktanteil von 50 Prozent. Europa hingegen hat Schwierigkeiten, konkret haben wir Lücken in der Wertschöpfungskette. Wir müssen hier unbedingt aufholen und gerade Kärnten kann hier ganz vorne mit dabei sein."
Kleiner als ein Staubkorn
Bei Nanoelektrik geht es um Chips, die kleiner sind als ein Staubkorn. Sie sind in Autos, Hoteltüren, Uhren, Handys, Medizintechnik oder im Airbus. Der Gesamtmarkt wird weltweit auf 300 Milliarden Dollar geschätzt. Europa ist nur mit sieben Prozent mit dabei. Es gilt, aufzuholen, denn der Markt dürfte in fünf Jahren um 50 Prozent wachsen.
Features
Geld für eine Schlüsseltechnologie
ENIAC JU ist ein Public Private Partnership zwischen Industrie, Mitgliedsstaaten und EU-Kommission.
Das Budget ist aber nur bis 2013 gesichert. Fehlen die Projekte, dann könnten danach die Mittel in andere Bereiche fließen.













