Luegerstraße wird nicht umbenannt
Während in Wien der Dr.-Karl-Lueger-Ring umbenannt wird, will die Stadt Klagenfurt ihrer Luegerstraße den Namen erhalten. Die Grünen pochen weiter auf die Änderung. Experten sind wegen Luegers Verdiensten dagegen.

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Eine Entscheidung gab es am Donnerstag in der Diskussion um historisch belastete Straßennamen. Bürgermeister Christian Scheider (FPK) gab bekannt, dass die Luegerstraße nicht, wie von den Grünen gefordert, umbenannt wird.
Scheider hält sich an die Empfehlung von Historikern, die davon abraten. "Die Luegerstraße heißt nicht so, weil Karl Lueger Antisemit war. Damit wird seinen Verdiensten Rechnung getragen. Er hat als Wiener Bürgermeister die Gas- und Stromversorgung sowie die Straßenbahnen kommunalisiert", argumentiert der stellvertretende Landesarchivdirektor Wilhelm Deuer. Wäre Antisemitismus Grund für eine Umbenennung, müssten viele Straßennamen geändert werden, so der Historiker.
In Wien wäre die Umbenennung leichter gewesen, da es neben dem Lueger-Ring (jetzt Universitätsring) auch den Lueger-Platz gibt, der unverändert bleibt. Die Uni hätte in ihrem Kampf um die Namensänderung neben Luegers Antisemitismus vor allem seine Wissenschaftsfeindlichkeit ins Feld geführt.
Die Klagenfurter Grünen pochen weiterhin auf die Umbenennung. In E-Mails an gruenerclub@klagenfurt.at können Bürger weibliche Namensvorschläge einbringen.












