Biker sollen nicht auf der Strecke bleiben
Immer mehr Mountainbiker tummeln sich auf dem Kreuzbergl. Dort ist Radfahren aber verboten. Stadt erarbeitet jetzt zwei Biker- Strecken.
N icht nur zahlreiche Jogger, Walker oder Spaziergänger suchen auf dem Klagenfurter Kreuzbergl Erholung, sondern auch immer mehr Mountainbiker erkunden das Gelände auf zwei Rädern. Doch die wenigsten scheinen zu wissen, dass Radfahren auf den Wanderwegen strengstens verboten ist. Die Folge: Immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen Bikern und Spaziergängern, oftmals auch zu gefährlichen Situationen.
"Mich stören die Biker nicht, sollen sie doch auch die Natur genießen können. Aber einige, nicht alle, verhalten sich rücksichtslos und rauschen an einem ungebremst vorbei. Und wenn man sich gerade auf einem engen und wurzeligen Weg befindet, kann das Böse enden - für beide", sagt eine Klagenfurterin, die regelmäßig mit ihren Walking-Stöcken auf dem Kreuzbergl unterwegs ist. Doch Mountainbiker haben es in Klagenfurt nicht leicht, da das Angebot in der Landeshauptstadt mehr als überschaubar ist. Denn bis auf eine Strecke in der Nähe von Pörtschach und einen "Dirtpark" (Testgelände) in Ebenthal Richtung Kalmusbad gibt es keine offiziell ausgewiesenen Mountainbike-Strecken.
Strecken in Planung
Klagenfurts Sportstadtrat Jürgen Pfeiler (SPÖ) kennt die Problematik. "Radfahrer, aber auch Reiter, haben auf dem Kreuzbergl nichts verloren. Dort sind viele Familien mit Kindern unterwegs und das passt einfach nicht zusammen. Wir sind dabei, für Mountainbiker eine Alternative zu schaffen", sagt Pfeiler, der sich deshalb von einem Klagenfurter Profi-Mountainbiker Hilfe geholt hat. Der Sportler hat jetzt bis Mitte Mai Zeit, zwei Strecken auszuarbeiten, die gut erreichbar und für jeden Stil geeignet sind. "Der endgültige Verlauf steht noch nicht fest. Die Strecken werden aber wahrscheinlich im Süden sowie Nordosten starten und in Richtung Keutschach und Krumpendorf verlaufen", so Pfeiler.
Sobald die Pläne vorliegen, will der Sportstadtrat mit den anderen Gemeinden Kontakt aufnehmen: "Es soll schließlich nicht bei der Stadtgrenze Schluss sein." Das Geld für die Markierungen sowie die Strecken-Versicherung soll aus dem Sportbudget kommen.
KERSTIN OBERLECHNER














