Landtag und Forscher sorgen sich um die Uni
Politik fordert Minister zum "Vermitteln" auf. Wissenschaftler ergreifen Partei für Rektor.

Foto © KLZ/Traussnig
Die Diskussion um Universitätsrektor Heinrich C. Mayr gefährdet den Universitätsstandort Klagenfurt. Das beunruhigt die Abgeordneten des Kärntner Landtages. Deshalb haben sie am Donnerstag in seltener Einigkeit einen Dringlichkeitsantrag beschlossen. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, "im Konflikt um die Führung der Universität Klagenfurt zu vermitteln". Es gelte, eine weitere Eskalation zu verhindern und damit die positive Entwicklung des Uni-Standortes sicherzustellen. VP-Klubobmann Stephan Tauschitz erklärt die Zielsetzung: "Sollte Rektor Mayr abgesetzt werden, wird er klagen. Der Prozess geht in die nächste Instanz, die Angelegenheit zieht sich in die Länge." So ein Verlauf würde der Universität Klagenfurt einen irreparablen Schaden zufügen. Im Umfeld der Landtagssitzung konnte man hören, dass sich das Landesparlament mit diesem Beschluss zwar nicht explizit, aber doch hinter Rektor Mayr gestellt habe.
Auch rund 60 wissenschaftliche Uni-Mitarbeiter stärkten Mayr in ihrer Betriebsversammlung den Rücken. In einer Resolution hielten sie ohne Gegenstimme fest, dass "keine gravierende Gründe für eine Abberufung" Mayrs vorlägen. Kritisiert wurde auch, "dass Schäden, deren Verhinderung die Aufgabe des Universitätsrates ist, gerade von ihm verursacht wurden". Dem "teuren" Unirat wird geraten, "keine schwerwiegenden Beschlüsse zu fassen, die über seine noch kurze Amtszeit hinaus wirken".














