Linien statt Schilderwald
Neue, gelbe Bodenmarkierungen kennzeichnen künftig Halte- und Parkverbote in Klagenfurt. Dadurch will sich die Stadt Verkehrstafeln sparen.

Foto © Kleine Zeitung/Markus TraussnigGelbe Linien gibt es bisher nur vor der Volksschule Festung. Diese sollen die Sicherheit querender Schüler erhöhen
Die Bahnhofstraße in Klagenfurt ist ein Paradebeispiel dafür: Alle paar Meter stehen dort rot-blaue Halte- und Parkverbotsschilder. Jetzt sagt die Stadt dem Schilderwald den Kampf an und will die Tafeln dort bis Juli durch neue, gelbe Bodenmarkierungen ersetzen.
"Seit der jüngsten Novelle der Straßenverkehrsordnung im Mai vergangenen Jahres kann ein Halteverbot durch eine durchgehende gelbe Linie anstelle eines Verbotsschildes gekennzeichnet werden", so Verkehrsreferent Peter Steinkellner (ÖVP). Um nicht die gleichen Fehler zu machen wie die Linzer Stadtväter (siehe Infobox rechts), will Steinkellner die Autofahrer "sachte und langsam" mit der neuen Regelung vertraut machen. Deshalb wurden Anfang der Woche in der Richard-Wagner-Straße bei der Volksschule Festung die ersten zwei gelben Linien entlang des Gehweges beim Zebrastreifen angebracht. "Eine durchgehende gelbe Linie bedeutet Halteverbot, eine unterbrochene Linie Parken verboten", erklärt Alexander Sadila, Leiter der Abteilung Straßenbau und Verkehr. Weitere sollen nach der Bahnhofstraße auch in der Taurerstraße in der Nähe der HTL Lastenstraße folgen, wo die Anbringung von Tafeln schwierig sei.
Schneeproblem
Doch die neue "Linienführung" hat ein Manko. Und zwar im Winter, wenn der Schnee die Markierung verdeckt. Wie will Steinkellner dagegen vorgehen? "Die gelbe Markierung wird durchgehend sichtbar sein, da es in Bereichen von Zebrastreifen und Gehwegen eine verstärkte Schneeräumung gibt", so der Stadtrat, der hofft, dass sich die Klagenfurter bis dahin an die gelben Linien gewöhnt haben.
Features
FAKTEN
Zusatztafeln. Die oberösterreichische Stadt Linz war einer der Vorreiter in Bezug auf die gelben Parkverbotszonen. Doch als die Linien im Winter aufgrund des Schnees nicht mehr sichtbar waren und die Polizei die "Parksünder" abgestraft hat, gab es einen großen Wirbel. Es mussten Zusatztafeln mit der Aufschrift "Gelbe Bodenmarkierung beachten!" aufgestellt werden.













