Sonntags shoppen statt spazieren
Interessengemeinschaft "Für Klagenfurt" macht Vorstoß, Geschäfte im Sommer auch sonntags zu öffnen. Zudem sollen Touristen bis 22 Uhr einkaufen können.

Foto © TraussnigGerhard Leuc, Obmann der Interessengemeinschaft "Für Klagenfurt", setzt sich für längere Öffnungszeiten während der Sommersaison ein
Gehen Sie doch einmal an einem Sonntag durch die Klagenfurter Innenstadt. Gerade im Sommer tummeln sich hier zahlreiche Italiener, die dann vor verschlossenen Geschäftstüren stehen. Das kann doch nicht sein", kritisiert Gerhard Leuc, Obmann der Interessengemeinschaft (IG) "Für Klagenfurt".
Er nutzt die aktuelle Diskussion über die Sonntagsöffnung in Kärntner Touristengemeinden für den Vorstoß, auch den Klagenfurter Kaufleuten die Chance zu geben, sonntags geöffnet zu haben - wenigstens im Sommer und im Advent. "Auch die Landeshauptstadt ist ein Touristenort. Nicht umsonst trägt Klagenfurt den Beinamen am Wörthersee", sagt der Trafikant, der sich für eine sogenannte Kann-Regelung ausspricht. Das bedeutet, Unternehmer können sonntags aufsperren, müssen aber nicht. "Das bleibt jedem selbst überlassen. Nur so haben wir Kleinen die Chance, uns gegen die großen Einkaufszentren durchzusetzen", sagt Leuc, der mit der IG rund 400 Innenstadt-Unternehmer vertritt.
Land und Stadt gefordert
Jetzt fordert er Stadt und Land gleichermaßen auf, die Kaufleute innerhalb des Ringes bei dem Vorhaben zu unterstützen. "Vor allem von unserem Landeshauptmann vermisse ich das Gefühl, dass ihm die Landeshauptstadt am Herzen liegt", sagt Leuc.
Einige Klagenfurter Betriebe sind bereits von der Sonntagsregelung ausgenommen. So wie der Zehrer auf dem Alten Platz, der als Konditorei und Patisserie geführt wird. "Wir haben an den Adventsonntagen geöffnet. Vor allem mit den Italienern machen wir ein sehr gutes Geschäft", sagt Geschäftsführer Peter Nimmervoll. Er glaubt aber, dass ein Bekleidungsgeschäft sonntags vergebens auf Kundschaft warten werde: "Eher Betriebe, die ein so spezifisches Angebot wie wir haben, werden sonntags eine Chance haben."
Doch nicht nur die Sonntagsöffnung beschäftigt Leuc schon seit Längerem. Er fordert weiters, dass die Öffnungszeiten im Sommer unter der Woche bis 20 oder sogar 22 Uhr ausgedehnt werden: "Dafür könnte man in der Mittagszeit, wenn die Stadt sowieso ausgestorben ist, zusperren und dafür abends länger offen halten. Denn dann zieht es die Urlauber nach einem Seetag in die Stadt zum Bummeln."












