Klagenfurt bekommt City-WLAN
Was es in anderen Städten schon länger gibt, kommt bald nach Klagenfurt: kostenloses Internet auf öffentlichen Plätzen.

Foto © Weichselbraun
Bei McDonald's gibt es schon lange drahtloses Internet, Gäste dürfen im Café "como" schon eine Weile gratis surfen und auch so manches Hotel bietet kostenloses WLAN an. Während man in Graz, Linz, Innsbruck oder Salzburg auch auf öffentlichen Plätzen mit iPad oder Notebook online gehen kann, gibt es in Klagenfurt noch ein großes Funkloch. Das soll sich aber bald ändern. "Wir arbeiten daran, öffentliche WLAN-Hotspots auf Plätzen einzurichten. Demnächst geht die Ausschreibung hinaus", erklärt Wolfgang Burgstaller von der Magistratspressestelle. Läuft alles nach Plan, könnte man bald kostenlos surfen, während man gemütlich einen Kaffee dazu schlürft.
Geplant sind Hotspots auf frequentierten Plätzen in der Landeshauptstadt. Neuer und Alter Platz dürften die Fixstarter sein. "Wir schätzen gerade die Kosten ab und evaluieren die Standorte. Bis zum Start könnten noch ein paar Monate vergehen", meint Burgstaller. Nicht nur für Klagenfurter ist das interessant. Profitieren sollten vor allem Urlauber, die so dem Roamingwucher entkommen, während sie etwa Fotos auf Facebook stellen.
Im Klagenfurter Strandbad gibt es schon seit einiger Zeit drahtloses Internet. Aus den Stadtwerken hört man, dass der Hotspot derzeit erneuert werde. Gut möglich, dass damit eine größere Fläche als nur die Bierinsel versorgt werden kann. Schon jetzt gibt es auch in der Sunset-Bar über dem Bootsverleih "Bits and Bytes" für iPhones und iPads.
Hotspot selbst gemacht
Vonseiten der Wirtschaftskammer und des Landes fördert man die Ausstattung von Cafés, Restaurants und Hotels mit WLAN-Zugangspunkten. "Noch gibt es wenige, die das ihren Gästen anbieten. Wir tun aber alles, dass es mehr werden", erklärt Guntram Jilka von der Wirtschaftskammer. Eine Übersicht über die wenigen offenen WLANs gibt es unter www.wlanmap.com. Wer weitere Zugangspunkte kennt, kann diese selbst eintragen.
"Wer seinen Internetzugang der Allgemeinheit zur Verfügung stellen will, hat übrigens wenig zu befürchten", erklärt Andreas Ney vom Fachverband Telekom der Wirtschaftskammer. "Anders als in Deutschland kann man nicht für Verstoße seiner Nutzer haftbar gemacht werden", erklärt der Jurist. Mit Konsequenzen müsse man lediglich rechnen, wenn man Rechtsverstöße wie illegale Downloads gefördert habe und es offenkundige Hinweise auf ein Fehlverhalten gäbe. "Wird man darauf hingewiesen, müsse der Betreiber Schritte unternehmen, um das zu unterbinden", erklärt Ney.
Ratsam ist es in jedem Fall, auf die eigene Sicherheit zu achten. WLAN-Router, die separate Gastnetzwerke fürs Internet bieten, gibt es ab 150 Euro.














