Bewachung jetzt rund um die Uhr
Klagenfurter Unternehmer verstärken nun ihre Sicherheitsmaßnahmen. Nach Raubüberfällen setzen sie auf bewaffnete Wachen vor der Tür und modernste Technik.

Foto © EggenbergerNach zwei Überfällen hat die Volksbank jetzt sporadisch Sicherheitsbeamte vor einer Filiale positioniert
Auf dem Papier gilt Klagenfurt als sicherste Landeshauptstadt Österreichs. "Voriges Jahr hatten wir im Österreich-Vergleich die niedrigste Zahl an Strafdelikten aller Art", bestätigt Stadtpolizeikommandant Eugen Schluga. Doch aus leidvoller Erfahrung wollen und können sich viele Unternehmer nicht darauf verlassen und verstärken deshalb ihre Sicherheitsmaßnahmen.
So haben erst vorige Woche Unbekannte versucht, mit Pflastersteinen die Scheiben des Juweliers Schullin einzuschlagen. Zum Glück erfolglos, doch für Inhaber Hans Schullin ein Grund mehr, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. "Unsere Technik ist seit Jahren der Zeit voraus, doch wenn am Tag ein bewaffneter Räuber das Geschäft stürmt, hilft das auch nicht." Deshalb hat er Wachmänner engagiert. Zudem wünscht er sich, dass die Polizei wieder öfters in der Fußgängerzone patrouilliert: "Es kann nicht sein, dass um 23 Uhr eine Auslage eingeschlagen wird und niemand will das gesehen haben."
Auch die Volksbank in der August-Jacksch-Straße, die vor wenigen Monaten zwei Mal binnen 41 Tagen überfallen worden ist, hat aufgerüstet. "Zu den bestehenden Sicherheitsvorkehrungen steht seit Februar ein Wachmann vor der Filiale. Dieser kommt und geht zu unregelmäßigen Zeiten", so Alexandra Wachschütz, Marketing-Leiterin der Volksbank.
Auf private Security setzt auch Barbara Pall-Wolte. Die Geschäftsführerin von Juwelier Mairinger hat Wachposten vor beiden Geschäften positioniert: "Kunden und Mitarbeiter fühlen sich seither wohler. In anderen größeren Städten sind Security-Männer vor der Türe gang und gäbe." Nach zwei bewaffneten Raubüberfällen will auch Juwelier Otto Heller nichts mehr dem Zufall überlassen und hat investiert: "Technisch befinden wir uns auf dem neuesten Stand."
Generell begrüße Schluga die Initiative der Geschäftsleute: "Wir werden wie gehabt, trotzdem immer ein Auge auf diese und andere Geschäfte haben."
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Bild vergrößernRohe Gewalt: Täter versuchten die Vitrine mit Pflastersteinen einzuschlagen Foto © Eggenberger














