Neue Studiengänge für Unternehmertum
Die Uni Klagenfurt will mit neuen Masterstudien die Ausbildungspalette erweitern. Die FH-Kärnten muss sich für schlechtes Ranking rechtfertigen.

Foto © KLZ/Traussnig (3)Johannes Heinrich, Ralf Terlutter und Erich Schwarz wollen das Verständnis für Unternehmertum unter ihren Studierenden stärken
"Das Angebot besteht aus Orchideenfächern, in denen man die Leute meilenweit am Arbeitsmarkt vorbei ausbildet" - ein Vorwurf, mit dem sich auch die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt über Jahre konfrontiert sah. Mittlerweile hat die Betriebswirtschaft aber auch in die Lehre Einzug gehalten. "Durch die verpflichtenden Praxissemester finden unsere Absolventen sehr oft direkt über die Universität ihren Arbeitsplatz", erklärt Erich Schwarz, Dekan der Wirtschaftswissenschaften. Jetzt will man noch näher an den Arbeitsmarkt und setzt unter dem Motto "Wirtschaft weiter denken", einen Ausbildungsschwerpunkt in Richtung Unternehmertum. "99 Prozent der Unternehmen sind Klein- und Mittelbetriebe, die in Familienbesitz geführt werden, auf deren Anforderungen wollen wir unsere Ausbildung ausweiten", sagt Schwarz. Zudem will man die Universität und ihre Studenten auch internationalisieren. "Es kommt nicht haargenau auf die Lehrinhalte in einem Auslandsstudium an, wichtiger ist die Erfahrung, die dabei gesammelt wird", so Wirtschaftsprofessor Ralf Terlutter.
Auch die "Wirtschaft- und Recht"-Ausbildung - derzeit der am meisten nachgefragte Bachelor an der Klagenfurter Universität - wird um einen Master-Studiengang erweitert. "Von einer vollwertigen juristischen Ausbildung sind wir zwar noch entfernt, aber für die Schnittstellen-Berufe wie Steuerberater oder den Finanzbereich ist diese Ausbildung maßgeschneidert", erklärt Johannes Heinrich, Vorstand des Instituts für Rechtswissenschaft. Um das juristische Angebot zu ergänzen, soll bis Jahresende eine Arbeitsrechtsprofessur eingerichtet werden. Interdisziplinär will man mit dem englischsprachigen "Media Management"-Master das Ausbildungsangebot ergänzen.
Schlechtes Ranking für FH
Fast schon traditionell auf den hinteren Plätzen rangieren die Studiengänge der FH Kärnten im Ranking des "Industriemagazins". Bei der FH Kärnten erklärt man die schlechten Bewertungen damit, dass die Bewertung vielfach von Personalbeauftragten in anderen Bundesländern erfolge, die keine Kärntner Absolventen im Betrieb hätten. "Die Rückmeldungen aus der Kärntner Wirtschaft sind durchwegs positiv", erklärt man bei der FH Kärnten.












