Stadt kämpft um das Mozartheim
Stadtsenat beschließt Resolution und Geldspritze für ein Hafenfest.

Foto © privatStudenten geben ihr Mozartheim nicht auf
Die Proteste der Studenten, die - wie berichtet - gegen den Verkauf und die drohende Schließung des Mozartheimes kämpfen, scheinen Früchte zu tragen. Die Klagenfurter Stadtregierung beschloss gestern auf Anregung der ÖVP einstimmig eine Resolution ans Land. "Wir fordern, dass das Mozartheim als Studentenheim erhalten bleibt und dass nur an einen Heimbetreiber verkauft wird", sagt Bildungsstadträtin Andrea Wulz (Grünen). Es sei bedenklich, dass 11.000 Studierenden nur 880 Heimplätze geboten werden und der Großteil sich privat und damit teuer einmieten müsse.
Für Stadtrat Jürgen Pfeiler (SPÖ) ist das "der erste Schritt in die richtige Richtung". Man müsse den 142 Mozartheim-Bewohnern den Heimplatz erhalten. Bürgermeister Christian Scheider (FPK) beruft dazu für 12. März einen runden Tisch ein: "Ich werde Vertreter der einzelnen Fraktionen, die LIG und Betreiber von Studentenheimen einladen." Letztere sollen aufzeigen, wie das Heim wirtschaftlich weitergeführt werden kann. Den Heimbewohnern drohen höhere Mieten. "Eine Sanierung ist dringend notwendig. Eine moderate Erhöhung wird sich nicht verhindern lassen", so Wulz.
Weniger Einigkeit zeigte die Stadtpolitik in Sachen Hafenfest der "ip-media" in der Ostbucht. Das wurde nur mit knapper Mehrheit (FPK und ÖVP) beschlossen. "Ständig reden wir von einer Beruhigung der Ostbucht und dann so etwas. Ärgerlich ist vor allem, dass wir sparen müssen, aber 70.000 Euro für das Hafenfest übrig haben", sagt Wulz. Die Finanzierung zweier weiterer Projekte (Besuch des Dalai Lama, Youth Point Viktring) ist überhaupt gescheitert. 45.000 und 97.384 Euro wollte Vizebürgermeister Albert Gunzer (FPK) dafür bewilligt haben. Das Geld sollte aus dem "Sparschwein Immobilienverwaltung" kommen. Gunzer nahm die beiden Punkte aber vor Abstimmung von der Tagesordnung.













