Räuber spionierte Bank genau aus
Der Überfall auf das Geldinstitut am Kreuzbergl am vergangenen Freitag ist laut Polizei kein Zufallstreffer. Der Pistolenmann agierte abgebrüht. Die Polizei bittet um Hinweise.

Foto © KK/PolizeiGut erkennbar und trotzdem nicht auffindbar: der flüchtige Räuber
Das Fahndungsbild aus der Überwachungskamera ist gestochen scharf, die Personsbeschreibung exakt. Und trotzdem blieb die von einigen Polizisten am Tatort geäußerte Prognose, es werde "Hinweise in Hülle und Fülle geben" und "die Freundin wird den sofort erkennen", das ganze Wochenende über unerfüllt.
Gleich null sei die bisherige Ausbeute an Reaktionen aus der Bevölkerung zum Überfall einer BKS-Filiale vergangenen Freitag in Klagenfurt gewesen. Damit beginnt für die Fahnder, die im Vorjahr jeden Bankraub in Kärnten klären konnten, ein langwieriger Ermittlungsprozess. "Das Überwachungsvideo zeigt, dass der Täter sehr entschlossen und selbstbewusst agiert hat", sagt ein Kriminalist. Und er dürfte den Tatzeitpunkt, am Freitag um 13.48 Uhr, zwei Minuten vor Kassenschluss, bewusst gewählt haben. "Der Räuber kommt mit großer Sicherheit aus dem Großraum Klagenfurt und er dürfte die Bank genau ausspioniert haben", heißt es in Ermittlerkreisen.
Für Spekulationen, wonach der Täter vom Freitag mit jenem Mann ident sein könnte, der am 23. Dezember des Vorjahres eine Volksbank-Filiale in der August-Jaksch-Straße überfallen hat, wird von den Kriminalisten ausgeschlossen. "Allein der Vergleich der Körpersprache der Täter ist grundverschieden."
Das besondere Interesse der Kripo liegt jetzt bei den Bewohnern von Häusern in der Karner- und Heinzelstraße. Durch diese Straßen soll der Täter zu Fuß geflüchtet sein. Und er könnte kurz entschlossen in einem der Mehrfamilienhäuser verschwunden sein, um im Keller oder einer Garage das Ende der Alarmfahndung in Ruhe abzuwarten. Hinweise: Tel. 059133-20-3333.












