Aufstiegs-Play-off: Für'n Kübel, oder?
Ist das Aufstiegs-Play-off ins österreichische Handball-Oberhaus wirklich eine unüberwindbare Hürde? Die Kleine Zeitung hat sich bei den Kärntner Klubs umgehört.

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Das Grundwissen zuerst. Die Handball-Liga-Austria (HLA) ist Österreichs höchste Spielklasse im Handballsport. Die Bundesliga ist ein Level darunter angesiedelt, zumindest. Im sogenannten HLA-Aufstiegs-Play-off spielen nach vollendetem Grunddurchgang die vier letzten Vereine der HLA gegen die vier besten Vereine der Bundesliga um Auf- oder Abstieg.
Zwei Runden sind nun gespielt. Und schon haben sich die HLA-Klubs deutlich abgesetzt. Alle vier Oberhausvereine liegen mit vier Punkten vor den Bundesliga-Kandidaten. Im Wissen um den eklatanten Qualitätsunterschied stellt sich für die Bundesliga-Vereine Jahr für Jahr die gleiche Frage: Macht's den überhaupt Sinn? Ist denn die HLA so eine "geschützte Werkstätte", in die kaum einmal jemand Einlass findet.
"Erst zwei Vereine habe es in den letzten zehn Jahre geschafft", sagt Michael Pontasch, Trainer des HC Kärnten, dem aktuellen Bundesliga-Meister. "Nicht gerade eine atemberaubende Quote. Das stimmt schon." Der HCK hat es auch schon oft und oft versucht, um sich aber zumeist nur eine blutige Nase geholt zu haben. "Es ist nicht einfach, aber es stimmen unsere Strukturen nicht. Denn wir spielen vom Reglement her in einem HLA-Bewerb, bekommen aber immer nur die Förderung für einen Verein der zweiten Leistungsstufe. Wir können uns schon deshalb personell nicht so verändern, um den Qualitätssprung erreichen zu können. Und ein finanzielles Risiko werden wir niemals eingehen", weiß Pontasch.
Profi & Amateure
Ähnlich sieht es auch Walter Perkounig, Obmann des SC Ferlach. "Da treffen sicherlich zwei Welten aufeinander, hier das Profi-Unternehmen HLA, dort das Amateurlager Bundesliga. Um zu den Profis zu wechseln, brauchen wir mindestens das dreifache Budget, um allein die Hürde Play-off zu schaffen." In Zahlen ausgedrückt. Mit rund 600.000 Euro Budget schafft man in Österreich bestenfalls einmal die zitierte Hürde. "Dann ist man oben. Und wie weiter?", so Perkounig.
Für die Ferlacher wie für die Klagenfurter bleibt auch nur das Dasein im Paternoster-Lift. Immer zwischen Auf- und Abstieg. "Aber wir geben trotzdem nicht auf. Selbst wenn für uns immer nur der Weg allein das Ziel ist", meint Pontasch.















