Kinderkulturhaus-Pläne: Der "Blue Cube" sieht rot
Klagenfurter Verein "Blue Cube" ist empört: "Wir arbeiten seit Jahren als Kinderkulturhaus, bekommen aber kein Geld." Politik beruhigt.
Klagenfurt plant, wie berichtet, im Rahmen seiner Zertifizierung als "familienfreundliche Stadt" den Bau eines Kinderkulturhauses. Diese Ankündigung von Familienreferentin Andrea Wulz (Grüne) empört Martina Kirnstötter vom Verein "Blue Cube", die wettert: "Dabei zeigt sich, dass der Prophet im eigenen Land nichts wert ist." Der Verein betreibt bereits seit 2008 ein Kinderkulturhaus in der Landeshauptstadt. Im Blauen Würfel in der Primoschgasse, der übrigens auf städtischem Grund steht, veranstaltet man Workshops für 6- bis 18-Jährige rund um die Themen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technik.
Besonders ärgerlich für die "Blue Cube"-Betreiber: Sie haben bisher vergeblich bei der Stadt um finanzielle Unterstützung angeklopft, um das Angebot auf Unter-Sechs-Jährige auszuweiten und auch am Wochenende zu öffnen. "Wir leisten seit Jahren gute Arbeit. Es ist unverständlich, warum die Stadt in neue Planungsvorhaben investieren will, anstatt bestehende Projekte auszubauen", sagt Kirnstötter.
Wulz versucht zu beschwichtigen: "Der Stadt ist bewusst, dass ähnliche Einrichtungen bereits existieren." Ob es eines Neubaus bedarf oder ob ein Ausbau des "Blue Cube" auch möglich wäre, werde noch abgeklärt. "Natürlich ist es sinnvoller bestehende Ressourcen zu nutzen, wenn sie den Ansprüchen genügen", so die Grünen-Politikerin.










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