Lendkanal: Eisiger Wirbel um Haftung
Getrübtes Eislaufvergnügen auf dem Lendkanal: Niemand will haften. Für alle Kufenflitzer gilt daher: Eislaufen auf dem Kanal ja, aber auf eigene Gefahr.

Foto © KLZBis zur ersten Brücke ist Eislaufen auf dem Lendkanal erlaubt - jedoch auf eigene Gefahr
Am Freitag war alles noch klar: Nach drei Jahren Pause gab Friedrich Rupnik, Eismeister des Eislaufvereines Wörthersee (EVW), das 20 Zentimeter dicke Eis auf dem Klagenfurter Lendkanal zum Schlittschuhlaufen frei. Daraufhin säuberte Stadtrat Wolfgang Germ (FPK) mit Freiwilligen einen Teil der Fläche.
Am Montag dann die Wende: Manfred Zojer, EVW-Präsident pfeift seinen Eismeister zurück: "Die Freigabe kann nur über den Vorstand erfolgen. Da es keinen Vertrag mit der Stadt gibt, übernehmen wir auch nicht die Haftung."
Die will auch die Stadt nicht übernehmen. "Das zuständige Sportamt hat keinen Auftrag erteilt, deshalb tragen wir auch nicht die Verantwortung, falls etwas passieren sollte", sagt Sportreferent Jürgen Pfeiler (SPÖ), der sich über Germs "Schnellschuss" ärgert. Denn Pfeiler selbst hatte Pläne, mit dem EVW diese Woche den Lendkanal aufleben zu lassen. Da jetzt weder Stadt noch der EVW die Haftung trägt, gilt für alle Kufenflitzer: Eislaufen auf dem Kanal ja, aber auf eigene Gefahr.
Germ vermutet ein Politikum hinter dem Rückpfiff: "Wenn Pfeiler nichts weiterbringt, ist er selbst schuld. Der Eismeister hat das Eis am Freitag freigegeben. Ihm glaube ich eher, als einem Präsidenten." Unterstützung gibt es von Stadtrat Peter Steinkellner (ÖVP), der das Eis noch am Dienstag bis zur ersten Brücke säubern lässt.
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Bild vergrößernAm Montag wurde eine Rampe zum Ein- und leichteren Aussteigen errichtet Foto © KLZ










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