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    Zuletzt aktualisiert: 07.02.2012 um 05:10 UhrKommentare

    Jobinserat wurde zur Abzocke

    Statt einen lang ersehnten Job im Ausland zu bekommen, wurde ein Klagenfurter Opfer eines Betruges. Vorsicht ist auch bei Online-Käufen und Phishing-E-Mails angesagt.

    Die Internetkriminalität nimmt stark zu. 5100 Fälle wurden im Vorjahr in Österreich angezeigt. Zudem gab es 241 Hacking- Fälle

    Foto © FotoliaDie Internetkriminalität nimmt stark zu. 5100 Fälle wurden im Vorjahr in Österreich angezeigt. Zudem gab es 241 Hacking- Fälle

    Es klang nach einem verfrühten Weihnachtsgeschenk, als ein 55-jähriger Klagenfurter Mitte Dezember auf mehreren Jobportalen ein interessantes Angebot entdeckte. Der Mann bewarb sich für die ausgeschriebene Stelle als Lagerleiter einer Firma auf den Philippinen und unterschrieb schon kurze Zeit später einen Arbeitsvertrag. Inserat und Vertrag waren mit dem Logo von "jobrapido" versehen, einer Jobplattform mit Sitz in Mailand. "Es hat alles sehr professionell ausgeschaut, ich habe auch eine genaue Vorstellung der Firma bekommen", erzählt der 55-Jährige. Der 4. Jänner wurde von seinem Ansprechpartner, einem gewissen Herrn Merkus, als Flugtermin avisiert, der Dienstgeber sollte ein Flugticket nach Manila organisieren. "Für die Hälfte der Flugkosten sollte ich vorab aufkommen, am 30. Dezember habe ich deshalb mit Western Union 600 Euro überwiesen."

    Ein fataler Fehler, wie sich bald herausstellen sollte. "Die Tickets sind nie angekommen", sagt der Klagenfurter, "und Herr Merkus war weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar". Vermutlich, weil dieser Mann gar nicht existiert ... "Herr Merkus ist ein Betrüger, der nichts mit unserer Firma zu tun hat", erklärt Irene Rindone von "jobrapido". Man habe Anwälte eingeschaltet und schicke zudem Informationen an alle Jobsuchenden in der Datenbank. Laut Rindone gilt prinzipiell: "Wir verlangen nie Geld von unseren Kandidaten, sollte das vorkommen, handelt es sich um Betrug." Neben dem Klagenfurter sind weitere Jobsuchende auf die Masche reingefallen. Laut Polizei, die diesen Fall als "Vorschussbetrug" klassifiziert, gibt es kaum Hinweise auf die Täter.

    Neu ist der betrügerische Modus Operandi freilich nicht. Früher hieß Merkus eben noch Gröschel, Kaiser oder Seidel, wie Betroffene in Internetforen mitteilen. Die Süddeutsche Zeitung berichtete schon im Jahr 2005 von einem Deutschen, der von den Philippinen aus über Jahre hunderte Arbeitsuchende abzockte. "Die Betrüger profitieren von der Sorglosigkeit und Leichtgläubigkeit von Menschen, die einen Job suchen", sagt Susanne Kalensky vom Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten.

    "Wenn Sie vorab über Western Union etwas einzahlen müssen, ist das fast ausnahmslos eine Abzocke!" Von einem Bargeldtransfer ist abzuraten, wenn einem der Empfänger des Geldes nicht bekannt ist. Davor warnt auch der Anbieter Western Union selbst.

    Bestellbetrug

    Beliebte Waren, zum Beispiel iPhones, werden online extrem billig angeboten. Nach der Bestellung muss der Kaufpreis mit Western Union überwiesen werden, oft kommen auch noch fragwürdige Zollgebühren dazu. Waren sind gefälscht oder kommen gar nicht an. Die Hintermänner dürften in Indien sein.

    Phishing-E-Mails

    Gefälschte Mails von Kreditkartenfirmen oder Verkaufsplattformen boomen. Kunden werden aufgefordert, die Kontodaten zu ändern. Mails enthalten oft Fehler, Vorsicht bei Online-Formularen und fehlenden Kontaktdaten. Neue Filter sollen Spam-Flut stoppen.

    Kreditkartenbetrug

    1117 Anzeigen gab es 2011 (2010: 667) in diesem Bereich, die Aufklärungsquote liegt bei knapp 50 Prozent. Bei Online-Bezahlungen auf verschlüsselte Verbindung ("https") achten. Manipulierte Karten-Terminals und "Skimming" werden weniger.

    Gewinnversprechen

    In Matrei/Osttirol erstattete am Montag eine Frau Betrugsanzeige. Telefonisch wurde ihr mitgeteilt, dass sie 149.000 Euro gewonnen hat. Für Anfahrt und Versicherung müsste sie aber vorab Paysafe-Cards um 800 Euro kaufen. Ähnliche Fälle gab es auch in Tirol.

    WOLFGANG FERCHER

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