Bankräuber sechs Minuten nach Überfall gefasst
Donnerstagnachmittag wurde die Volksbankfiliale in der August-Jaksch-Straße in Klagenfurt erneut zum Tatort eines Banküberfalls. Sofort wurde eine Alarmfahnung eingeleitet. Die Polizei verhaftete nach nur sechs Minuten einen 38-jährigen Italiener.

Foto © EggenbergerDer Räuber liegt fixiert von Polizisten am Boden
Sie sind mit ihren Nerven am Ende. Zwei Angestellte einer Bankfiliale in der Klagenfurter August-Jaksch-Straße schauten am Donnerstag um 15.20 Uhr zum zweiten Mal binnen 41 Tagen in den Pistolenlauf eines Räubers. Während der Täter am 23. Dezember noch maskiert aufgetreten war, verzichtete der Täter am Donnerstag ganz auf Tarnung und kam gleich "zur Sache". "Money, money!" ließ er seine Opfer wissen. Und sie taten, was Bankmitarbeitern, die an Schaltern arbeiten, immer wieder eingebläut wird: Keine Gegenwehr, Geld aushändigen, Alarm auslösen. Überhastet ergriff der Räuber mit einer dem Vernehmen nach mittelhohen fünfstelligen Eurosumme die Flucht, sprang in einen vor der Bank abgestellten BMW 5 mit italienischem Kennzeichen und raste davon.
Bereits nach zwei Minuten war die erste Polizei-Funkstreife vor Ort. Die Polizisten ließen sich kurz informieren und nahmen die Verfolgung auf. Statt den direkten Weg auf die Autobahn zu wählen, bog der Räuber mit dem silberfarbenen, fast 250 PS starken SUV in die Friedlstraße, von dort in Villacher Straße und versuchte über die Steinerne Brücke in Richtung Autobahn zu entkommen. Mittlerweile waren ihm allerdings die Besatzungen von elf Streifenwagen auf den Fersen. Auf dem Parkplatz eines Supermarktes war die Flucht zu Ende - sechs Minuten nach dem Überfall.
Der Lenker, ein 38-jähriger Italiener, wurde sofort ins Polizeizentrum in der St.-Ruprechter-Straße gebracht, wo noch in den Abendstunden unter Einbeziehung eines Dolmetschers die Einvernahmen begannen. Helmut Jamnig, Sprecher der Staatsanwaltschaft: "Waffe und Beute konnten sichergestellt werden." Ob der Verhaftete auch für den Überfall vom 23. Dezember infrage kommt, muss von Ermittlern des Landeskriminalamtes und des Stadtpolizeikommandos erst abgeklärt werden. Die Auswertung der damals gesicherten DNA-Spuren liegt noch nicht vor. Abgeklärt werden muss auch ein möglicher Zusammenhang mit einem "blinden Überfallsalarm" Donnerstagmittag in einer Innenstadtbank.
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Bild vergrößernDas Fluchtauto prägten sich Zeugen ganz genau ein und lieferten entscheidende HinweiseFoto © Eggenberger











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