Doppeltes Spiel im Kärntner Fußballverband
Knalleffekt: Der Kärntner Fußballverband soll zwei Präsidenten erhalten. Werner Lippitz und Oliver Lorber stellen eine gemeinsame Liste.

Foto © GEPAWerner Lippitz
Ein Präsident sollte gewählt werden. Ein Präsident? Ja, EIN Präsident. Der Kärntner Fußballverband will anders sein, neu. Und weil Kärnten lei ans ist, soll es künftig zwei Präsidenten für den heimischen Kick geben. Der amtierende Verbandschef Werner Lippitz und sein bisheriger Herausforderer und Kontrahent Oliver Lorber haben sich für die Wahl auf eine gemeinsame Liste verständigt, mit dem alten Boss als Präsident Nummer eins und dem Anwalt als der Nummer zwei, de facto als geschäftsführendem Präsidenten.
Wahl hinfällig
Die Wahl am 9. März durch die Generalversammlung der 183 Vereinsvertreter ist damit eigentlich hinfällig, wird ab er trotzdem über die Bühne gehen. Nach den Ausschusssitzungen von Kärntner Liga und Unterliga zeichnete sich bei bisherigem Gleichstand ein heftiger Wahlkampf ab. Dieser wurde nunmehr abrupt beendet. Die beiden Klassen müssen nun nochmals über die neue Konstellation beraten. Die Mittwochabend damit konfrontierten Vertreter der ersten Klassen nahmen das erst unmittelbar zuvor ausgehandelte "Paket" an. Lorber soll übrigens Vorsitzender, der im Zuge der Reform neu zu gründenden Sportkommission werden, Lippitz den Verband wie bisher beim ÖFB vertreten. Auch eine neue Wahlordnung soll her.
Die neue Variante stößt aber keineswegs überall auf Gegenliebe. Manfred Mertel, zunächst als Präsidentschaftskandidat, dann als "Vize" gehandelt, schickt die Idee ins Reich Absurdistan. "Das ist ja völlig grotesk. Zwei Präsidenten, das gibt es ja nirgends auf der Welt. Für so einen Klamauk stehe ich nicht zur Verfügung", so der frühere Fußball-Trainer und Klagenfurter Sportstadtrat.
Features
Fakten
Die Wahl des Präsidenten des Kärntner Fußballverbandes am 9. März 2012 wird durch die Generalversammlung der 183 Vereinsvertreter beim neuen Entwicklungsstand zu einer Abstimmung über die nun gemeinsame Liste Werner Lippitz/Oliver Lorber.
Die Klassenausschüsse können in den teilweise bereits abgehaltenen "Vorwahlen" nun nicht mehr wählen, sondern nur dieser Liste zustimmen oder sie ablehnen. Gegenkandidaten bzw. eine Gegenliste gibt es bisher nicht.
Nur wenn diese Liste am 9. März keine absolute Mehrheit bekommt, können sich noch andere Kandidaten melden, über die dann neu abgestimmt wird.















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