Späte Genugtuung für langen Kampf
Minutenlagen Standing-Ovations am Montag im übervollen Hermagoras-Heim: Rudi Vouk erhielt den Tischler-Preis für sein Bemühen um Rechte der Slowenen.
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Es war die Krönung einer außergewöhnlichen und polarisierenden Karriere als Volksgruppenvertreter, die am Montag im übervollen Hermagoras-Heim mit minutenlangen Standing Ovations gewürdigt wurde: Rechtsanwalt Rudi Vouk, der durch Beschwerden beim Verfassungsgerichtshof die Ortstafelfrage weithin bekannt und ihre Lösung möglich gemacht hat, erhielt den Tischler-Preis, benannt nach dem Gründer des Slowenischen Gymnasiums in Klagenfurt. Gekommen war alles, was unter den Kärntner Slowenen Rang und Namen hat und als Vertreter der Mehrheitsbevölkerung auch der emeritierte Rechtsprofessor der Uni Wien, Theodor Öhlinger.
"Alle Österreicher schulden Ihnen Dank, Respekt und Anerkennung", hob Öhlinger hervor, dass Vouk in zwölf Verfahren dem Rechtsstaat zum Durchbruch verholfen habe. Vouks Beharrlichkeit lobte auch Laudator Valentin Inzko, Obmann des Rates der Kärntner Slowenen. Der oftmals als "rasender Ortstafelanwalt" und "Dauerquerulant" Verunglimpfte habe sich der einzigen Methode der Prüfung der Verfassungsmäßigkeit einer Ortstafel bedient. Rudi Vouk habe den Kärntner Slowenen das Selbstbewusstsein wiedergeschenkt, betonte Sonja Kert-Wakounig vom Christlichen Kulturverband.
"Ich würde nicht den Tischler-Preis bekommen, wenn Österreich seine Gesetze achten würde", meinte Vouk, für den der Preis nach Jahren heftiger Angriffe eine "schöne Genugtuung" ist. Nicht so der Ortstafelkonsens. "Ich glaube, dass jetzt die Überzeugung kommt, dass das nicht alles gewesen sein kann", hofft Vouk auf den Mut der Bürgermeister, weitere zweisprachige Ortstafeln aufzustellen. Die Amtssprachenregelung für Eberndorf und St. Kanzian müsse korrigiert und die Novelle des Volksgruppengesetzes, in dem die Volksgruppen nicht mehr als politisches Subjekt vorkommen, verhindert werden.











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