Der Freispruch ist rechtskräftig
Das letzte Kapitel im Fall des Ende Mai 2009 illegal erlegten Braunbären Roznik ist geschlossen. Seit Montag ist der "Freispruch im Zweifel" gegen einen 48-jährigen Fleischer und Landwirt rechtskräftig.

Foto © APAArchivbild des Braunbären Roznik
Er war, wie ausführlich berichtet, wegen Wilderei angeklagt worden. "Aufgrund der Faktenlage verzichtet die Staatsanwaltschaft auf Rechtsmittel", sagte am Montag Staatsanwalt Franz Simmerstatter auf Anfrage der Kleinen Zeitung.
Der WWF hat auf den Freispruch mit Enttäuschung und Unverständnis reagiert, anerkannte aber das Bemühen von Ermittlern, Staatsanwaltschaft und Jägerschaft, den Fall aufzuklären. Jetzt fordert der WWF, den getöteten Braunbären symbolisch durch ein Tier aus Slowenien zu ersetzen und will für eine solche Übersiedlung sein Know-how einbringen. Darüber hinaus verlangt der WWF vom Land Kärnten, ein umfassendes genetisches Monitoring zu starten.
Keine Haarfallen
"Wir haben bereits ein genetisches Monitoring, mit dem wir beispielsweise 2011 feststellen konnten, dass sich ein Bär aus dem Trentino in Kärnten aufhielt", sagt Bärenanwalt Bernhard Gutleb. Findet man Material wie Losung, Haare oder Risse, gibt es eine genetische Untersuchung. "Wir stellen aber keine Haarfallen auf. Das ist ein hoher Aufwand mit geringem Ergebnis, bei dem die Kosten-Nutzen-Relation nicht gegeben ist", erklärt Gutleb.
Auch einer Ansiedelung eines Bären durch Menschen steht er skeptisch gegenüber. "Hier fehlt sicher die Akzeptanz bei der Jägerschaft und bei den Landwirten."














