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Zuletzt aktualisiert: 08.01.2012 um 05:10 UhrKommentare

Immer mehr ausgesetzte Hunde

Ausgesetzte Tiere: Tierheime platzen aus allen Nähten. Streunerhündin Susi fand bei KAC-Stürmer Manuel Geier und dessen Freundin ein liebevolles Zuhause.

KAC-Stürmer Manuel Geier mit seiner Freundin Miriam Wallner und der entzückenden Hündin Susi

Foto © EggenbergerKAC-Stürmer Manuel Geier mit seiner Freundin Miriam Wallner und der entzückenden Hündin Susi

Seit gut zwei Jahren bereiten den Mitarbeitern des Tierschutzkompetenzzentrums (Tiko) in Klagenfurt Hunde Kopfzerbrechen, die zwischen Brückl und Völkermarkt herumstreunen. "Wir wissen, dass einmal gleich vier Welpen auf der Autobahn in der Nähe von Völkermarkt ausgesetzt wurden. Drei von ihnen konnten recht rasch eingefangen werden. Einer wurde durch einen Unfall verletzt, wurde dann von uns tierärztlich behandelt und hat inzwischen einen guten Platz gefunden. Ein anderer Hund war dann allerdings fast ein Jahr unterwegs", sagt Tiko-Präsidentin Marina Zuzzi-Krebitz.

Durch das Aufstellen von Fallen und durch die Mithilfe engagierter Tierfreunde konnten mittlerweile zehn Hunde gerettet und auch vermittelt werden. "Die Hunde, die anfangs sehr menschenscheu waren, sehen alle aus wie Geschwister. Wir nehmen an, dass hier ein gewissenloser Vermehrer am Werk ist, der seinen Nachwuchs regelmäßig aussetzt, und hoffen jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung", erklärt Zuzzi-Krebitz.

Patenschaft auf Probe

Eines der Findelkinder aus dieser "Hundefamilie", das ebenfalls in der Völkermarkter Gegend geborgen wurde, hat es besonders gut getroffen. Die Hündin Susi, die einige Zeit im Tiko untergebracht werden musste, eroberte schließlich das Herz von KAC-Stürmer Manuel Geier und dessen Freundin Miriam Wallner. "Mein Zwillingsbruder Stephan, mit dem wir viel Zeit verbringen, hatte bereits einen Hund. Und eine Arbeitskollegin von Miriam hat gemeint, wir sollten einmal im Tierheim vorbeischauen und könnten dort eine Patenschaft übernehmen", erzählt Manuel - der übrigens am heutigen Sonntag seinen 24. Geburtstag feiert.

Im Tiko lernten Manuel und Miriam Susi kennen. "Anfangs dachten wir an eine Probe-Patenschaft von einem Monat. Aber dann haben wir Susi schon nach einer Woche fix zu uns geholt", berichtet Manuel, der die Hündin beim Sommertraining regelmäßig zum Joggen mitnimmt und mit ihr ansonsten täglich lange Spaziergänge entlang der Sattnitz unternimmt. "Sie hat viel Ausdauer und liebt es, den Vögeln nachzulaufen", sagt der stolze Besitzer.

Bedenken zerstreuen

"Ein Tierheim-Hund ist das Normalste, das es gibt", zerstreut Manuel Bedenken und Vorurteile mancher Menschen. Susi, die schätzungsweise zwei Jahre alt ist, ist für ihn das beste Beispiel. "Sie war von Anfang an sehr zutraulich. Sie ist einfach eine tolle, angenehme Hündin."


Ausgesetzte Tiere

Herrenloses Kamel entpuppte sich als Chamäleon: Im August meldete ein Anrufer im Klagenfurter Tierheim, er habe in seiner Einfahrt ein herrenloses Kamel gefunden. Er habe das Tier eingefangen und würde es vorbeibringen. Das "Kamel" entpuppte sich schließlich als Chamäleon, das bereits stark geschwächt war. Die Tierpfleger tauften es Poldi.

Feuerwehr barg Python auf Radweg: Zu einem tierischen Einsatz rückten im Juli Mitglieder der Hauptfeuerwache in Villach aus - mit Kleinrüstfahrzeug und einem großen Sack. Ein Radfahrer hatte auf einem Radweg an der Drau, und zwar nahe der Friedensbrücke, eine exotische Schlange entdeckt und Alarm geschlagen. Das Tier ließ sich problemlos einfangen. Reptilienexpertin Helga Happ identifizierte die Schlange dann als jungen Albino-Python. Die private Haltung dieser Tiere ist in Kärnten verboten.

Zahme Ratte lag in einem gelben Müllsack: Nicht schlecht staunte ein Tierfreund aus dem Bezirk Villach, als er im November bei einem Spaziergang einen gelben Müllsack fand, in dem sich offensichtlich etwas bewegte. Der Mann hielt Nachschau und entdeckte eine entzückende zahme Ratte. Der männliche Nager erhielt im Villacher Tierheim Unterschlupf.

Vögel wurden in Schachtel weggeworfen: Da verschlug es selbst den Mitarbeitern des Tierheimes in Villach den Atem. Im Juni deponierte ein Tierquäler neben einer Mülltonne vor einem Reihenhaus in der Draustadt einen Karton mit dem Vermerk "Da sind 4 Vögel drinnen". In der Schachtel, die zusätzlich in ein Plastiksackerl gestopft worden war, hockten zwei Nymphensittiche und zwei Rosellasittiche. Alle Vögel waren beringt. Im Tierheim Villach wurden die verschreckten Sittiche aufgenommen.

Hund spürte in Waldstück drei Kaninchen auf: Im Juli unternahm ein Villacher mit seinem Hund einen Spaziergang in einem Waldstück. Plötzlich nahm der Vierbeiner Witterung auf und begann, an der Leine zu ziehen. Sein Herrl folgte ihm schließlich vom Weg ins Gelände. Dort fand der Mann eine Schachtel mit drei Kaninchen.

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