Erfinder-Duo macht Schi erträglich
Zwei kreative Viktringer, Bernhard Paulitsch und Alexander Laußegger, erleichtern mit einem mittlerweile weltweit gefragten Gurt das Schleppen vor dem Schifahren.

Foto © PrivatErfindung zum Schi-Schultern: Bernhard Paulitsch (links) und Alexander Laußegger
Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehen . . ." Der Hit von Mike Krüger ist eine Warnung für Bernhard Paulitsch und Alexander Laußegger. Wenn das Duo etwas erfindet, muss es kinderleicht zu bedienen sein. Genau so wie ihr jüngster Einfall: die "Skistraps".
"Eingefallen ist uns das Patent beim Schleppen von Golfpacks. Um die schwere Tasche zu tragen, habe ich immer zu einem Schlüsselband mit einem Karabinerhaken gegriffen", erzählt der 43-jährige Paulitsch. Noch mehr als das Golfen liebt der Klagenfurter aber den Wintersport, was ihn auf die Idee gebracht hat, das einfache Konzept auch auf das unbequeme Tragen von Schiern anzuwenden.
Paulitsch und Laußegger, beide wohnen in Viktring, entwickelten einen stabilen Gurt, der in jede Jackentasche passt. Am Ende des Gurts ist eine flache Scheibe mit einem Loch. Der Gurt wird um die Schier gelegt, durch das Loch gezogen und schon kann man die Bretter über die Schulter hängen und hat die Hände frei. "Der moderne Packesel, also der Mann, kann mit dem ,Skistrap' für seine Familie bequem bis zu sechs Paar Schi tragen", lacht Laußegger, der für den flotten Werbeauftritt des Produkts verantwortlich ist.
Um die Patente für Europa, USA, Australien, Kanada und Japan zu bekommen, mussten enorme Sicherheitsbedingungen erfüllt werden. Die "Skistraps" sind rutschfest, haben eine Lebensdauer von zwei bis drei Jahren und werden in Kärnten produziert. "So sind wir flexibler", sagt Paulitsch, der sich mittlerweile über Anfragen aus der ganzen Welt freuen darf.
Der Erfindergeist des sportlichen Duos aus Klagenfurt jedenfalls ist geweckt. "Es hat sich gezeigt, dass ich Ideen für Kleinigkeiten habe, die den Alltag erleichtern", so Paulitsch, der schon am nächsten Projekt arbeitet. "Aber darüber darf ich erst reden, wenn alles patentiert und rechtlich abgesichert ist."












