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    Zuletzt aktualisiert: 25.12.2011 um 11:21 UhrKommentare

    Das Geld und das Element Erfolg

    Landeshauptmann und Sportreferent Gerhard Dörfler (56) über Kärntens Sportbudget, über die "Legionärskrankheit", über das Kürzen von Förderungen und über offene Baugruben.

    Gerhard Dörfler

    Foto © APAGerhard Dörfler

    Sie haben gesagt, das Sportbudget werde nicht gekürzt. Was aber nicht zwangsläufig heißen muss, dass für den Sport genug Geld da ist?

    GERHARD DÖRFLER: In Relation zu den anderen Bundesländern ist Kärnten sehr großzügig. Da dürfen wir uns selbst eine Goldmedaille umhängen.

    Was heißt das in Zahlen?

    DÖRFLER: Rund 10 Millionen Euro. Und aus dem Topf der Landesholding kommen noch einmal ein, zwei Millionen dazu.

    Bei den Staatsmeistertiteln ist Kärnten Vorletzter. Selbst das Burgenland hat uns überholt . . .

    DÖRFLER: Die Frage müssen Sie den Fachverbänden stellen. Zum Beispiel dem Radverband. Mit Peter Wrolich hat sich ein Vorzeigeprofi als Präsident zur Verfügung gestellt. Und was macht man? Statt zu applaudieren, macht man ihm das Leben schwer. Die "Kleinhäusler" in den Vereinen wollen das nicht. Auch Steffi Graf und Elmar Lichtenegger wollten die Leichtathleten nicht.

    Warum nehmen Sie nicht entsprechend Einfluss?

    DÖRFLER: Es gibt auch im Sport eine Demokratie. Ich kann nur an die Vernunft appellieren. Und ich kann das Element Erfolg bei den Förderungen einbeziehen.

    Wo krankt es am meisten?

    DÖRFLER (lächelt gequält): Die Legionärskrankheit, die müsste man heilen. Österreich ist dort am erfolgreichsten, wo es keine Legionäre gibt.

    Kärntens Mannschaft des Jahres sind die Aich/Dob-Volleyballer. Die müssten Ihnen demnach ein Dorn im Auge sein?

    DÖRFLER: Wie viele Kärntner haben sie im Kader?

    Zwei.

    DÖRFLER: Na eben. Das sind leider gekaufte Pseudo-Erfolge.

    Ist das nicht gerade im Eishockey besonders eklatant? Sie sind dennoch bekennender KAC-Anhänger.

    DÖRFLER: Vorweg, KAC und VSV machen nach wie vor eine gute Nachwuchsarbeit. Aber wir zahlen den beiden Klubs jährlich eine Million Euro. Da ist eine hohe Nachwuchsförderung inkludiert. Dennoch ist die Legionärsdichte sehr groß. Diese Entwicklung ist für mich nicht nachvollziehbar.

    Wie wär's mit einer Art Kärntner-Topf? Ähnlich dem Österreicher-Topf im Fußball - wer mehr Kärntner im Team hat, bekommt mehr Geld.

    DÖRFLER: Wir haben an so etwas schon gedacht. Wir wollen die drei Komponenten Erfolg, Nachwuchs und Eigenbau als Gradmesser nehmen.

    Und wenn man künftig überhaupt nur noch die Infrastruktur fördern würde?

    DÖRFLER: Dann gäbe es keinen Sport mehr. Das wäre eine enorme Förderkürzung.

    Kärnten hat derzeit in den verschiedensten Sparten zehn Leistungszentren. Das ist ja auch nicht gerade wenig?

    DÖRFLER: Wir werden hier ebenso eine vertiefte Analyse machen und die Frage stellen: Findet Leistung auch statt? Ohne Erfolg wird deutlich gekürzt werden.

    Sie haben sich unlängst mit den Dachverbänden angelegt. Diese Diskussion ist ja nichts Kärnten-Spezifisches. Sind Dachverbände nicht generell antiquiert, verstaubt und unzeitgemäß?

    DÖRFLER: Ein ganz klares Ja! So etwas gibt es nur in Österreich, kein anderes Land leistet sich einen derartigen Sport-Bürokratismus. Eine einzige Struktur könnte das Gleiche machen, was derzeit drei (Union, Askö und ASVÖ, Anm.) machen.

    Dürfen wir einige offene Baugruben in Kärnten ansprechen? Neue Eishalle . . .

    DÖRFLER: . . . hat Priorität. Da lasse ich mich von nichts und niemandem vom Weg abbringen. Nächstes Jahr wird alles vorbereitet, 2013 muss gebaut werden.

    Fußball-Stadion . . .

    DÖRFLER: . . . die rechtskräftige Baubewilligung ist da, die schriftliche Finanzierungszusage des Bundes auch. Das Stadion wird heuer fertiggestellt. Hier drängt auch der ÖFB bezüglich WM-Qualifikation, Sommerländerspiel und Cup-Finale.

    WM-Bewerbungen . . .

    DÖRFLER: Planica und Kranjska Gora werden ziemlich sicher die nordische Schi-WM 2017 bekommen. Dann wird es eine große Überraschung für Kärnten geben. Mehr kann ich noch nicht verraten. Und Kärnten wird sich 2019 oder 2021 für die WM der Alpinen bewerben.

    Was wünschen Sie dem Sport fürs neue Jahr?

    DÖRFLER: Zwei Bausteine. Eine Ganztagsschule mit täglich zwei Sportstunden. Und dass die Bewegung im Alter eine wichtigere Rolle spielt. Wir müssen nicht immer alles nur am Leistungssport messen. Dort werden wir die Starken noch stärker machen. Bei Förder-Weltmeistern ohne Titel werden wir kürzen oder umschichten.

    INTERVIEW: JOSCHI KOPP, GERALD POTOTSCHNIG

    1,53 Millionen

    Mit 1,53 Millionen Euro unterstützt das Land den Breiten- und den Gesundheitssport. Weiters enthalten sind die Förderungen für die drei Dachverbände (ASVÖ. ASKÖ, Union) von insgesamt 880.000 Euro sowie jene für die Fachverbände und die Einzelsportler. Dieser Bereich ist wohl der wichtigste im gesamten Budget.

    2,16 Millionen

    Ein weiterer großer Brocken sind die Subventionen für die zehn Landesleistungszentren, die 16 Trainingsmodelle und die Fußball-Akademie Kärnten. In den 2,16 Millionen enthalten sind die 700.000 Euro für die Akademie, sowie je 200.00 Euro Förderung für den Eishockey-Nachwuchs des KAC und des VSV.

    3,63 Millionen

    Den größten Brocken im Sportbudget des Landes Kärnten für 2012 machen die Ausgaben für die Sportstätten aus: 3,63 Millionen Euro. Mit dieser Summe werden alle eingereichten Bauprojekte der Vereine & Verbände bis zu einem Maximum von 25 Prozent gefördert.

    365.600

    Aus diesem Topf werden derzeit nur der Ironman Austria, Kärnten Läuft sowie die Durchführung von Welt- und Europameisterschaften gesponsert. 2012 fließt noch kein Euro in das Beachvolleyball-Grand-Slam- Turnier. Dieses erhält erst ab 2013 einen Teilbetrag aus dem Sportbudget des Landes.

    1,5 Millionen

    1,5 Millionen Euro - so hoch ist der Anteil des Landes pro Jahr am EM-Stadion. Noch einige Jahre muss das Land die Raten zur Finanzierung der Arena zahlen. Das sind keine zusätzlichen Kosten, sondern schon vor dem Bau des Stadions vereinbarte.

    672.900

    Diese 672.900 Euro gehen an alle Mannschaften, die in den höchsten und zweithöchsten Spielklassen in Österreich engagiert sind und/oder an europäischen Bewerben teilnehmen.

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