Gewalt in der Familie als Motiv für Raubüberfall
Erste Einvernahmen des mutmaßlichen Trafikräubers (18) von Klagenfurt förderten Abgründe zutage. Auf ihn wartet eine lange Haftstrafe.

Foto © Eggenberger Tatort Trafik: Hier erbeutete der Räuber rund 1000 Euro
Kindheit und Jugend in schwierigem familiären Umfeld gespickt mit Gewalt gegen ihn. Das könnte einer der Auslöser für einen 18-jährigen beschäftigungslosen Feldkirchner gewesen sein, am Freitag gegen 11 Uhr in Klagenfurt auf kriminelle Abwege zu geraten.
Wie ausführlich berichtet, überfiel der junge Mann mit einer Wollhaube maskiert und einem 30 Zentimeter langen Messer in der Hand eine Trafik in der St. Veiter Straße. Die Beute, rund 1000 Euro vor allem in kleinen Scheinen, warf ihm der geschockte Trafikant (24) vor die Füße. Nach dem Überfall lud er seine Mutter zum Essen ein, bezahlte 320 Euro offener Versicherungsprämie der Frau und stellte sich schließlich gegen 17 Uhr selbst der Polizei. Nach Klagenfurt fuhr der 18-Jährige im Auto der Mutter mit. "Ich bekomme da Geld von einer Bekannten", sagte er der Mutter. Während des Überfalles war die Frau "shoppen". Bei Umfeldermittlungen stießen Ermittler der Raubgruppe im Landeskriminalamt und des Kriminaldienstes im Stadtpolizeikommando auf "Spannungen mit dem Stiefvater", wie es aus Kreisen der Fahnder heißt. Davon soll einiges gerichtlich anhängig sein.
Über Antrag der Staatsanwaltschaft wurde Samstagvormittag über den bisher unbescholtenen 18-Jährigen die Untersuchungshaft verhängt. Er muss die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel hinter Gittern verbringen. Bei einer Verurteilung wegen Raubes in einigen Monaten droht ihm eine mehrjährige Gefängnisstrafe.










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