Trafikräuber wollte Mutter helfen
Ein 18-Jähriger überfiel Trafik in Annabichl. Mit der Beute wollte er seiner Mutter helfen und zahlte eine Versicherungrechnung. Beim Raub hatte er seine Tasche vergessen, die ihn verriet.

Foto © Eggenberger
Geldnot und Verzweiflung haben einen 18-jährigen Jugendlichen aus Feldkirchen auf eine fatale Idee gebracht. Mit einem 30 Zentimeter langen Messer in der Hand und maskiertem Gesicht betrat er Freitagvormittag eine Trafik in Klagenfurt Annabichl. "Er hielt einer 25-jährigen Angestellten das Messer vor das Gesicht und zwang sie zur Herausgabe von Bargeld", sagt Klaus Erlacher vom Landeskriminalamt. Der Täter flüchtete zu Fuß, sofort wurde eine Suchaktion mit Diensthundestaffel und Hubschrauber gestartet.
Zuvor wollte er offenbar die 200 Meter entfernte Trafik von Wolfgang Rauter überfallen, dürfte dort aber von Überwachungskameras abgeschreckt worden sein. "Er hatte einen auffälligen Pullover an und nur Zigarettenpapier gekauft", sagt Rauter, der ein mulmiges Gefühl hatte als er von dem brutalen Überfall bei seinem Kollegen Sandro Kuster erfuhr. So abgebrüht der Mann während des Überfalls vorging, so ungeschickt verhielt er sich danach. "Vor der Trafik hat er eine Tasche verloren, in dem sich ein Schriftstück mit seinem Namen und zwei Messer befanden", sagt Erlacher.
Der unbescholtene 18-Jährige wurde am Nachmittag ausgeforscht und gestand die Tat, deren Hintergründe tragisch sind. Der Täter, er ist seit einigen Monaten arbeitslos, wollte seiner ebenfalls an Geldmangel leidenden Mutter helfen. "Die beiden sind mit dem Auto nach Klagenfurt gefahren - er hat ihr gesagt, dass er dort Bekannte hat, die ihm Geld leihen können." Während die Mutter in der Stadt unterwegs war, schritt ihr Sohn zur Tat. "Wenig später zahlte er 320 Euro für die Autoversicherung der Mutter ein."
Die Trafikangestellte erlitt einen Schock, der Täter sitzt in der Justizanstalt Klagenfurt.
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Trafikbesitzer Mario KusterFoto © Eggenberger










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