"Leicht verdiente 100 Schilling"
Ilse Lepicnik erinnert sich an die Dreharbeiten.
W ie kam es zu den Dreharbeiten für den Film "Wer zuletzt lacht, lacht am besten" in der Kelag?
ILSE LEPICNIK: Die Kelag war damals brandneu und das schönste Hochhaus in Klagenfurt. Die Büros waren mit Teppichboden, Palisanderholz-Vertäfelung und einer Fensterfront ums Eck der Inbegriff der Eleganz der 1970er-Jahre. Deshalb hat die Lisa Film beim Direktor angefragt, ob sie drehen darf. Er war einverstanden. Es durfte sogar ein anderer Firmenschriftzug auf dem Gebäude angebracht werden.
Sie haben als Statistin mitgewirkt. Was hatten Sie zu tun?
LEPICNIK: Es ging um die Schlussszene, in der Uschi Glas und Roy Black vom Dach davonfliegen. Wir mussten immer, wenn ein weißes Tuch geschwenkt wurde, lächeln und winken, obwohl weit und breit kein Flugzeug zu sehen war.
Wie viel haben Sie verdient?
LEPICNIK: 100 Schilling - ganz schön viel Geld, immerhin habe ich damals nur 1800 Schilling im Monat verdient. Das waren die am leichtesten verdienten 100 Schilling meines Lebens.
Haben Sie den Film gesehen?
LEPICNIK: Nein, irgendwie ist man desillusioniert, wenn man weiß, wie die Szenen entstanden sind.
Welche Erinnerungen haben Sie an die Stars des Films?
LEPICNIK: Uschi Glas war hübsch und natürlich. Aber von Theo Lingen haben wir mehr erwartet. Er war grantig statt lustig.













