Kriegsopfer im Klosterteichdes Stiftes Viktring?
Historiker fordern vorläufigen Sanierungsstopp der Viktringer Teiche.

Foto © EggenbergerAm Montag geht die "Schatzsuche" in den Teichen des Stiftes Viktring los
Am Montag beginnt die Sanierung der Viktringer Klosterteiche. Historiker Florian Thomas Rulitz, kroatische und slowenische Hinterbliebene sowie Opferverbände fordern jedoch die sofortige Verschiebung der Sanierungsarbeiten. In den Teichen sollen sich nämlich Kriegswaffen, militärische Volkskunstschätze (etwa Abzeichen, kostbare Dolche, Ehrenmedaillen) aber auch sterbliche Überreste von Kriegsopfern befinden. Der slowenische Zeitzeuge Ivan Ott hält es sogar für möglich, dass auch das vermisste Flüchtlingskind Janez noch im Teich liegt. Das Kind soll an dieser Stelle im Mai 1945 durch eine Handgranate verstorben sein, scheint aber nicht im Totenbuch von Viktring auf.
"Beim Absaugen des Teiches sollte besondere Rücksicht auf eventuelle menschliche Skelette und auf Volkskunstschätze gelegt werden", sagt Rulitz. "Deshalb müssen dringend Fachexperten hinzugezogen werden." Ein entsprechendes Schreiben ist gestern an die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), dem Eigentümer der Teiche, ergangen.
Die Teichanlagen des Stiftes, sie gehen auf das Jahr 1142 zurück, werden von der BIG ökologisch nachhaltig saniert. Mehr als 250.000 Euro werden dafür investiert. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende des Jahres geplant.
CLAUDIA BEER-ODEBRECHT













