Bahnkomfort kommt mit Verspätung nach Kärnten
Der "Railjet" der ÖBB war am Montag auf seiner Jungfernfahrt zum ersten Mal auf Kärntner Schienen unterwegs. Die Bahn reagiert damit auf die bisherige Vernachlässigung der Südbahn.

Foto © TraussnigGerhard Dörfler und Christian Kern tauften in Villach den "Spirit of Klagenfurt"
Neuer Zug, alter Probleme: Das Debüt des "Railjet", der zum ersten Mal auf Kärntner Schienen unterwegs war, wurde am Montag durch einen kleinen Schönheitsfehler getrübt. Mit fünf Minuten Verspätung kam der neue "Premiumzug" der ÖBB am Klagenfurter Bahnhof an. Zur Zugtaufe in Villach schaffte er es dennoch. Dort waren die schaulustigen allerdings Draustädter etwas irritiert darüber, dass gerade an "ihrem" Bahnhof die Lok auf den Namen "Spirit of Klagenfurt" getauft wurde. Nachdem aber geplant ist, dass in Zukunft mehrere dieser modernen Züge durch Kärnten fahren sollen, könnte auch Villach bald einen "Spirit" zugestanden bekommen.
ÖBB-Konzernchef Christian Kern lies vor allem damit aufhorchen, als er die in Vergangenheit stiefkindliche Behandlung der Südbahn ungewohnt deutlich ansprach. "Mit dem Railjet soll der Nachholbedarf im Süden bereinigt werden. Auf anderen Strecken verdanken wir ihm bereits zweistellige Zuwachsraten", sagte Kern, bevor er mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler den Triebwagen mit Sekt begoss.
Die Verspätung des "Railjets" an den Bahnhöfen geht symbolisch damit einher, dass die Komfortzüge auch den Süden erst nach langer Wartezeit erreichen. Auf der Westbahn fahren die modernen Garnituren schon seit Ende des Jahres 2008, seit Mitte Oktober diesen Jahres steuert der "Railjet" schon Graz aus Richtung Wien an.
In Kärnten fährt der Zug mit seinen drei verschiedenen Wagenklassen vorerst einmal pro Tag, ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember werden die Intercity-Verbindungen dann schrittweise auf "Railjet"-Verbindungen umgestellt.











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