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Zuletzt aktualisiert: 25.10.2011 um 21:22 UhrKommentare

Wenn Frauen Lust an der Macht bekommen

Bestseller-Autorin Cornelia Topf weiß, warum Frauen nicht unbedingt Stöckelschuhe brauchen.

Foto © KK

Wer klein, schüchtern und zaghaft bleibt, kann nichts ändern oder bewegen. Wer keine Macht hat, kann sich nicht für oder gegen etwas einsetzen." Bestseller-Autorin Cornelia Topf machte den Frauen in ihrem Vortrag "Ohne Stöckelschuhe auf Augenhöhe" Lust auf Macht.

Der Einladung von "Frau in der Wirtschaft", Raiffeisenlandesbank und Kleiner Zeitung folgten nur sehr wenige Männer auf das hauptsächlich von Frauen voll besetzte Eventplateau der Raiffeisenlandesbank in Klagenfurt. Umso genauer lauschten die anwesenden Damen den Ausführungen der Vortragenden. "Für die eigenen Wünsche und Ziele sollte man sich machtvoll einsetzen. Dafür bedarf es eines Schulterschlusses mit starken Frauen und Männern", so Topf.

"Zu wenig Selbstwert"

Was den Selbstwert anbelangt, seien die Männer den Frauen voraus. "Frauen fällt es schwerer, positive Dinge über sich zu sagen. Männer sagen: Ich bin zwar nicht der Größte, Schönste und Beste - aber fast", so Topf. Frauen hätten ihre Nasen anderweitig vorne, zum Beispiel, wenn es um das Verhandeln für andere oder um Finanzangelegenheiten gehe. Kernfrage des Abends war es, wie man auf Augenhöhe kommt. "Körpergröße hat nichts mit Macht zu tun - es wird aber oft gleichgesetzt", so Topf. "Um mächtig zu sein, muss man nicht über Leichen, sondern gelegentlich über Leichtverletzte gehen."

Vier Statustypen

Wichtig sei es, sich seinen Status bewusst zu machen. Laut Topf gibt es vier Statustypen: Arrogant (wenig sympathisch, sehr durchsetzungsfähig), Teamplayer (sehr sympathisch, sehr nachgiebig), Supermann/frau (sehr sympathisch und durchsetzungsfähig) und jene Menschen, die einen hohen Status haben, aber es sich leisten können, zurückzutreten. Die Mischung mache es aus.

"Frauen müssen zu Statusspielern werden. Es geht beides, machtvoll und sympathisch", so Topf. Wie wird man zum Statusspieler? Topf: "Es geht nicht von einem Tag auf den anderen, aber es zahlt sich aus. Man muss sich aber bewusst sein, dass es auch Nachteile hat, wenn man häufig machtvoll auftritt. Man muss mit Gegenwind rechnen und lernen, damit umzugehen." Am Ende des Vortrages gab es Blumen für Topf und einen augenzwinkernden Tipp für die Zuhörerinnen: "Wenn Ihnen jemand Blumen schenkt, sagen sie nicht: Das war doch nicht nötig. Sagen Sie: Danke, machen Sie weiter so!"

MELANIE FANZOTT

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