70 Kärntner Polizisten kehren aus Wien "heim"
Versetzungen und neuer Ausbildungslehrgang sollen Pensionierungen ausgleichen. Entscheidung bei Digitalfunk in der Warteschleife.

Foto © APAInnenministerin Mikl-Leitner mischte sich bei ihrem Kärnten-Tag auch unter Schüler der VS Grafenstein
Ein besonderes "Geschenk" brachte am Freitag Innenministerin Johann Mikl-Leitner zu ihrem Antrittsbesuch bei Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit nach Klagenfurt. "70 Kärntner Polizisten, die seit mindestens fünf Jahren Dienst in Wien versehen, werden bis 2014 über eigenen Wunsch in ihre Heimat versetzt", ließ die Ressortchefin wissen. Und der Landeshauptmann zeigte sich sehr zufrieden, dass seiner Forderung nach "mehr Polizei im Land" nachgekommen werde.
In puncto Ausbildung scheint Kärnten guten Zeiten entgegen zu gehen. Im Dezember startet im Kompetenzentrum in Krumpendorf eine neuer zweijähriger Lehrgang. Im kommenden Frühjahr mustern 25 neue Polizistinnen und Polizisten aus und 2012 könnte ein weiterer Kurs starten. Kein grünes Licht für Mikl-Leitner gab es allerdings beim Thema Digitalfunk. "Wir warten den laufenden Rechnungshofbericht zur Causa ab. Dann wird sich eine Arbeitsgruppe mit den Umsetzungsmöglichkeiten beschäftigen", sagt Dörfler. In einer besonderen Rolle sieht Mikl-Leitner Kärnten aufgrund seiner topographischen Lage bei der Migrationsbewegung von und nach Italien. "Wenn wir mit unseren Nachbarn im Süden auf Europäischer Ebene keine vernünftige Lösung finden können, muss es wohl oder übel zu einer verstärkten Überwachung des Grenzraumes kommen", betonte Mikl Leitner bei einem Gespräch in der Redaktion der Kleinen Zeitung.
Grundsätzlich stellt Mikl-Leitner den Kärntner Polizistinnen und Polizisten eine gutes Zeugnis aus. "Engagement und Motivation sind im Strom ständiger Veränderungen unerlässlich." Auch im Bereich der Polizeiausrüstung sind in den nächsten Jahren Verbesserungen geplant - vor allem zum Selbstschutz jedes einzelnen Beamten. Das Gefährdungspotenzial werde durch die verstärkte Internationalisierung der Kriminalität nicht kleiner sondern kontinuierlich höher.
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Postenbesetzungen
Ein Schlüsselposition im Landeskriminalamt, die Besetzung des Leiters der Suchtgiftgruppe, sorgt für heftige Diskussionen: "Ich verbürge mich mit allen Konsequenzen, dass der objektiv beste Bewerber zum Zug kommen wird. Ohne das nach dem Parteibuch oder sonstigen Färbungen gefragt wird", versichert Mikl-Leitner im Gespräch mit der Kleinen. Und setzt nach: "Eine Frau ein Wort, ein Mann ein Bilderbuch." Politische Interventionen, egal von welcher Seite, hätten keinen Platz.














