Ulrichsberg kämpft um Zukunft
Nach zweijähriger Unterbrechung hat das Treffen auf dem Ulrichsberg bei Klagenfurt mit 200 Teilnehmern am Samstag eine Wiederauferstehung gefeiert.

Foto © Eggenberger200 Unentwegte hatten zur Wieder- auferstehung der Gedenkfeier den Weg auf den Ulrichsberg gefunden
Der Ulrichsberg war am Samstag der bestbewachte Ort Kärntens. Dutzende Polizisten in Uniform und zivil, sowie private Sicherheitsleute bewachten 200 Unentwegte, die dem Ulrichsbergtreffen neues Leben einzuhauchen versuchten. Das Veteranentreffen auf Klagenfurts Hausberg war 2009 ausgefallen, weil es einen Skandal um den Handel mit Nazi-Devotionalien gegeben hatte. Daraufhin untersagte Verteidigungsminister Norbert Darabos (SP) den Assistenzeinsatz des Bundesheeres und das Tragen von Uniformen bei der Gedenkfeier. Im Vorjahr wurde sie im Zollfeld abgehalten.
Doch die Ulrichsberggemeinschaft unter Präsident Engelbert Tautscher beweist Kampfgeist und hat heuer für eine Wiederauferstehung des Treffens gesorgt. Die militärische Hilfe fehlte allerdings sichtlich. Bei aller Bemühung konnten private Sicherheitsleute und Busfahrer den früher gewohnten Einsatz der Soldaten nicht ersetzen. So mussten betagte Veteranen beim Kollerwirt in einem ebenso betagten Bus eine Stunde warten, bis sie hinauf zur Gedenkstätte kutschiert wurden.
Zum Auftakt der Redefolge betonte Tautscher, dass es wohl keinen schöneren Ehrenhain in Österreich gäbe als den auf dem Ulrichsberg. Der solle als Gedenkstätte beibehalten werden: "Etwas anderes haben wir nicht im Sinn". In die gleiche Kerbe schlug der Klagenfurter Stadtrat Peter Steinkellner (ÖVP) als Festredner: "Wer mich kennt, weiß, dass ich nie dem Extremismus zugeneigt war." Der Ulrichsberg sei Hausberg, Zufluchtsort und Ausflugsziel der Klagenfurter. Die Menschen pilgerten herauf und hielten inne. So sei der Berg ein Ort des Dankens und des Bittens geworden.
Steinkellners Wunsch für die Zukunft: "Erhalten wir den Berg als Mahnmal an die Opfer gewalttätiger Auseinandersetzungen."













