Neue Pläne für den Schrottenturm
Die Kaufoption von Riedergarten-Immobilien für den Schrottenrum am Wörthersee ist abgelaufen. Die Besitzer prüfen nun auch andere Angebote, an Interessenten für das Objekt mangelt es nicht.

Foto © Weichselbraun
Ein Café, ein Atelier und ein Bürokomplex sind unter anderem Teil der Pläne, die Riedergarten-Chef Herbert Waldner seit 2007 für den Schrottenturm am Wörthersee geschmiedet hat. Das Investitionsvolumen wurde mit zehn bis zwölf Millionen Euro beziffert. Seit Jahresbeginn ist allerdings die Kaufoption der Klagenfurter Immobilienfirma abgelaufen.
Betrieb seit 1970 eingestellt
Nun will die Schrottenturm-Besitzerin Inge Unzeitig auch andere Projektvorschläge prüfen. "Wir haben jetzt einige Jahre gewartet, solange die Option bestand, doch ab Herbst wollen wir der Reihe nach Interessenten, die bei uns angefragt haben, treffen", sagt die Unternehmerin. Es sei an der Zeit, dass etwas geschehe. Immerhin wurde bereits 1970 der Gastronomiebetrieb im Schrottenturm eingestellt und alle Revitalisierungspläne haben sich seither zerschlagen.
Dabei ist das Interesse der Klagenfurter und der Touristen an dem Projekt groß, meint Inge Unzeitig. Immer wieder werde sie darauf angesprochen, wann man denn endlich wieder den Blick vom Schrottenturm auf den Wörthersee genießen könne. Dementsprechend mangelt es der Unternehmerin auch nicht an Interessenten an dem "ersten Haus von Klagenfurt". Ein Wiener Anwalt habe in Vertretung seines Mandanten bereits mehrmals angefragt. Wichtig sei der Hotelierin, wie bisher auch, dass der Schrottenturm in Form eines Restaurants oder Cafés der Allgemeinheit zugänglich gemacht werde: "Es geht weniger um Geld. Wer die beste Idee hat, wird bevorzugt."
Waldner hat seine Pläne für den denkmalgeschützten Schrottenturm indes noch nicht aufgegeben. Er hat die Optionsgebühren auch nach Ablauf der Frist weiter gezahlt, das Projekt weiter ausgefeilt und will es sobald wie möglich realisieren.
Features
FAKTEN
Schrottenturm. Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der 30 Meter hohe Turm zur Schrotkugelerzeugung errichtet. In Kärnten gab es sechs Schrottentürme.
Café. 1927 wurde ein Restaurant darin eingerichtet, das 1970 wegen des Autobahnbaus geschlossen wurde.













