Baut die Uni, muss die Sportunion weichen
Die Universität Klagenfurt will langfristig neue Gebäude bauen. Die benötigten Grundstücke sind derzeit aber an die Sportunion verpachtet. Die Sportunion betreibt dort mehrere Tennisplätze. "Das ist alles kein Problem, der Pachtvertrag ist jederzeit kündbar."

Foto © WeichselbraunZurzeit sind auf den Gründen, die die Universität für eine Erweiterung brauchen würde, noch Tennisplätze
Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt soll weiter wachsen. Im Zuge des sogenannten Bauleitplans Süd des Wissenschaftsministeriums sollen in den nächsten zehn bis 20 Jahren weitere Gebäude den Unicampus ergänzen. Das könnte problematisch werden, denn die Flächen sind die nächsten Jahre an die Sportunion verpachtet.
"Nachdem sich der Lakeside Park im Süden des Uni-Geländes befindet, können wir nur mehr in nördlicher Richtung über die Universitätsstraße ausweichen", sagt Rektor Heinrich C. Mayr. Benötigt werden langfristig Institutsgebäude, Seminarräume und Wohnmöglichkeiten für Studierende. "Klagenfurt soll künftig weitere Studien auf internationalem Niveau anbieten", so Mayr.
Sportunion wenig begeistert
Die Sportunion betreibt dort mehrere Tennisplätze. "Das ist alles kein Problem, der Pachtvertrag ist jederzeit kündbar. Wenn sich die Universität erweitern will, dann kann sie das jederzeit tun, die Stadt kann aufgrund eines ausgelaufenen Kündigungsverzichts auf die Flächen zugreifen, wenn es denn nötig sein sollte", sagt Vizebürgermeister und Wirtschaftsreferent Albert Gunzer (FPK). Die Sportunion Klagenfurt errichtet auf dem Gelände eine neue Tennishalle mit vier Plätzen, die die Universität mitbenützen könne. "Es wird schwer werden, den ganzen Verein hier wegzukriegen. Und es ist unlogisch, dass ein Universitätscampus rund um eine Tennishalle entstehen soll", sagt Karl Klassek, Klubsekretär der Sektion Tennis. Gunzer und Mayr wollen die Union nicht "rauswerfen", sondern allenfalls Alternativen für diese suchen.
Laut einer Grünen-Aussendung bestehe der Pachtvertrag mit den Tennisplätzen bis 2060, laut Gunzer stimme das nicht, lediglich der Vertrag mit der Halle bestehe die nächsten 25 Jahre.










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