Keine Einladung für den Heimatdienst
Nachdem das Gesetz zu den Ortstafeln nun abgesegnet ist, findet am Dienstag, den 16. August, im Wappensaal des Kärntner Landhauses ein Festakt statt. Der Heimatdienst wurde nicht eingeladen.

Foto © EggenbergerJosef Feldner: "Ein Affront"
Am Dienstag, 16. August, wird in Kärnten ein Ortstafelfest gefeiert, nachdem das neue Gesetz nun abgesegnet ist. Im Wappensaal des Kärntner Landhauses steigt der Festakt, am Nachmittag werden in Bad Eisenkappel/elesna Kapla und Sittersdorf/itara Vas neue zweisprachige Ortstafeln aufgestellt. Eingeladen wurde viel Prominenz. Die deutschsprachigen Mitglieder der Konsensgruppe müssen allerdings von draußen zuschauen: Sie haben keine Einladung für das Fest bekommen, was für Heimatdienst-Obmann Josef Feldner "ein Affront" ist.
Feldner verweist im Gespräch mit der Kleinen Zeitung darauf, dass die Konsensgruppe im Auftrag des damaligen Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel (ÖVP) wesentlich am Zustandekommen der neuen Ortstafellösung mitgewirkt hat.
Keine Einladung bekommen
Trotzdem hätten er und sein Kollege Heinz Stritzl von der Konsensgruppe keine Einladung zum Festakt bekommen. Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) habe, so der Heimatdienst-Chef, in der Vergangenheit keine Gelegenheit ausgelassen, ihn schlechtzumachen.
Er verweist auf Interviews, in denen Dörfler ihn, Feldner, "selbst ernannten Wichtikus" (Kleine Zeitung , 4. September 2010) genannt und die Frage gestellt hat: "Wer ist der Herr Feldner? Es gibt Turnvereine, die mehr Mitglieder haben als der Heimatdienst."
Dörfler betonte am Donnerstag , persönlich nichts gegen Feldner zu haben. Er könne aber nicht akzeptieren, dass der Chef des Heimatdienstes jetzt den "großen Mann des Friedens" spiele, obwohl er in früheren Jahren in der Ortstafelfrage "Grauslichkeiten" verbreitet habe. Die Lösung der Ortstafelfrage sei auch nicht das Verdienst der Konsensgruppe.













