Zahlreiche Unfälle bei Sonntagswanderungen
Am Sonntag ereigneten sich in Kärnten zahlreiche Alpinunfälle: Ein 44-jähriger Angestellter aus Riegersdorf kam bei der Querung eines Schotterfeldes zu Sturz. Er brach sich den Unterschenkel. Eine 81-jährige Pensionistin stürzte rund fünf Meter ab.

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Am Sonntag gegen 13:30 Uhr kam ein 44-jähriger Angestellter aus Riegersdorf in Feistritz/Gail beim Aufstieg von der Feistritzer Alm bei der Querung eines Schotterfeldes am Osthang des Oisterniges (Seehöhe 1800 Meter) zu Sturz und zog sich einen Bruch des Unterschenkels zu. Nach ärztlicher Versorgung durch die Besatzung des NAH C11 wurde der Verletzte in das LKH Villach geflogen.
Fünf Meter abgestürzt
Ebenfalls am Sonntag gegen 12:00 Uhr wanderte ein italienisches Ehepaar in Tibitsch, im Bezirk Klagenfurt Land, auf dem Forstsee-Rundwanderweg in Richtung Süden. Rund 200 Meter vor dem dort befindlichen Pumpen-Turm stolperte die vorangehende 81-jährige Pensionistin. Sie stürzte in weiterer Folge über eine felsige Böschung fünf Meter in die Tiefe, wo sie knapp an der Wasserlinie des Forstsees bewusstlos zu liegen kam und sich dabei Verletzungen unbestimmten Grades zuzog.
Passanten leisteten sofort erste Hilfe und verständigten die Einsatzkräfte. Der Ehemann (77) verblieb am Unfallsort, konnte jedoch aufgrund seiner körperlichen Verfassung nicht zu seiner Gattin im extrem unwegsamen Gelände vordringen.
Die Besatzung des NAH C11 landete an der Ostseite des Forstsees rund 300 Meter nördlich der Unfallstelle unter schwierigsten Bedingungen an einer verwachsenen, und mittels Stromleitung eng begrenzten, felsigen Landzunge. Das Team der Flugrettung versorgte die Verunfallte in Zusammenarbeit mit einem RK-Team und der Streife Pörtschach/WS 1.
Die Verletzte wurde unter Mithilfe der vorangeführten Kräfte und der vorbildlich helfenden Passanten und Ersthelfer hunderte Meter aus dem unwegsamen Gelände zum Hubschrauber getragen und anschließend in das Klinikum Klagenfurt geflogen.
Prellung, Handbruch, Sehnenriss
Eine 34-jährige medizinisch-technische Assistentin aus Lendorf gemeinsam mit ihrer Schwester eine Bergtour auf die Hochtristen, Emberger Alm, im Bezirk Spittal an der Drau. Gegen 12:50 Uhr mussten die beiden beim Abstieg, auf einer Seehöhe von rund 2200 Metern einen Felsvorsprung umgehen.
Dabei rutschte sie auf einer Felsplatte aus, stürzte anschließend 30 Meter über steil abfallendes Gelände in eine darunter befindliche Geröllhalde und zog sich schwere Prellungen, einen Handbruch sowie einen Sehnenriss im Fuß zu.
Die Verletzte wurde mittels Seil-Bergung durch den Notarzthubschrauber Martin 4 geborgen und nach ärztlicher Versorgung durch die Crew des Notarzthubschraubers ins Krankenhaus Lienz geflogen.
Nach Sturz schwer verletzt
Am Vormittag unternahm eine 66-jährige deutsche Urlauberin gemeinsam mit ihrem Gatten eine Wanderung durch die Raggaschlucht auf die Raggaalm.
Beim Abstieg gegen 11:45 Uhr, kurz vor dem Ausstieg der Raggaschlucht in 750 Metern Seehöhe, kam sie auf dem Wanderweg zu Sturz und zog sich eine schwere Verletzung im Bereich des rechten Sprunggelenkes zu.
Die Verletzte wurde von der Bergrettung Fragant geborgen und anschließend zum Rettungswagen gebracht, wo sie ärztlich versorgt und in weiterer Folge vom Rettungshubschrauber, Christophorus 7, ins Krankenhaus Lienz geflogen wurde.
Schwer verletzt aufgestiegen
Ein 59-jähriger Urlauber aus Deutschland unternahm am Sonntag alleine eine hochalpine Tour vom Hannoverhaus über den Tauernhöhenweg bis zur Hagenerhütte, im Bezirk Spittal. Unterhalb der Rameter Spitze, den sogenannten Rameter Bretter, musste er ein 50 Meter breites, steiles Schneefeld queren. Dabei kam er zu Sturz und rutschte rund 200 Meter über das Schneefeld ab, prallte dabei in einem Wassergraben gegen Felsblöcke und wurde schwer verletzt.
Nachdem er alleine unterwegs war und keinen Kontakt mit seinem Mobiltelefon herstellen konnte, musste er 150 Meter aufsteigen, um gegen 17.45 Uhr telefonisch über Notruf die Polizei vom Unfall verständigen zu können.
Aufgrund der ungenauen Ortsangabe wurde der Hubschrauber des BM.I zur Auffindung des Verunfallten angefordert. Er konnte von der Besatzung gegen 18:30 Uhr ausfindig gemacht werden. Die Bergung des Schwerverletzten wurde vom NAH C7 der FEST Lienz mittels 40-Meter-Tau vorgenommen. Nach medizinischer Erstversorgung wurde er in das Krankenhaus Lienz geflogen.














