Plus an Stimmen für Unabhängige
Großer Erfolg für parteifreie PLUS bei den ÖH-Wahlen an der Uni Klagenfurt. Größter Verlierer: einmal mehr die Wahlbeteiligung.

Foto © KLZ/WeichselbraunDie Studenten in Klagenfurt haben bei der Wahl auf Parteifreiheit gesetzt
Eine "Nachspielzeit" gab es gestern bei der Auszählung der Stimmen der ÖH-Wahl auf der Uni Klagenfurt. Die Nerven lagen blank, jede Fraktion wollte die Stimmzettel selbst auszählen, dementsprechend verzögerte sich die Verkündigung des Wahlergebnisses. "Die Studenten waren heuer mit besonderem Ehrgeiz bei der Sache", sagte die Leiterin der Wahlkommission, Silvia Melischnig.
Um 20 Uhr verkündete sie vor dem Wahllokal in der Aula der Uni schließlich das Wahlergebnis. Und das bestätigt den Sieger der letzten Wahl: Die Plattform Unabhängiger Studierender legte gegenüber 2009 noch einmal ordentlich zu und schaffte 48,7 Prozent der Stimmen. Gefolgt werden die Unabhängigen von der ÖVP-nahen AG, die 18,3 Prozent erreichte. Knapp den dritten Platz ergatterten die grünen Studenten von der GRAS, sie erhielten 11,2 Prozent der Stimmen und warfen so die SPÖ-nahe VSSTÖ (11 Prozent) vom Stockerl.
Auf den hinteren Plätzen rangieren der Ring Freiheitlicher Studenten (5,5 Prozent), die "Brut" (2,7) und die Kommunistischen Studenten (2,6 Prozent). Für diese Fraktionen gibt es keine Mandate, die PLUS hingegen verdoppelt beinahe von vier auf sieben Mandate und erlangt somit die absolute Mehrheit. Zwei Mandate bleiben da für die AG über, jeweils eines entfällt auf die GRAS und auf den VSSTÖ.
Ähnlich dürftig wie 2009 (24 Prozent) war die Wahlbeteiligung, nur 27,5 Prozent der Studenten rafften sich für den Schritt zur Urne auf. Österreichweit war die Beteiligung besser.













