Olympia-Antritt ist nicht gefährdet
Der Arzt Georg Lajtai (44) will Heather Mills bis zu den Paralympics helfen.

Foto © EggenbergerGeorg Lajtai
Es ist eine kurze Handbewegung, die Georg Lajtai macht, aber sie bedeutet eines: große Schmerzen. An einem Modell zeigt der ärztliche Direktor der Privatklinik Maria Hilf und ärztliche Leiter von Altis Sportmedizin was Heather Mills widerfahren ist: Bei einem Sturz brachen aus dem Schulterblatt des Ex-Models mehrere Knochenstücke.
"Sie hatte allerdings Glück, es wurden keine tragenden Elemente des Schultergelenks beschädigt. Die herausgebrochenen Knochenteile verbleiben in der Schulter und werden verheilen oder verknöchern", erklärt Lajtai, der als anerkannter Schulterspezialist gilt. Der Dozent war es auch, der Mills sofort von einer Operation des betroffenen Gelenks abgeraten hat: "Es sind so viele Fragmente vorhanden, dass ein Eingriff mehr Schaden als Nutzen verursachen würde. Das gesamte Schultergelenk ist von mehreren Muskelschichten umgeben, man müsste die kleinen Teile im ganzen Gelenk suchen."
Ziel ist es jetzt, die volle Beweglichkeit der Schulter der passionierten Sportlerin wiederherzustellen: "Uns geht es in erster Linie darum, dass wir die Schmerzen vermindern können." Neben der medizinischen Schmerztherapie wird Mills auch eine Unterwassertherapie erhalten: "Der Arm ist dabei fast schwerelos, das wird ein wichtiger Punkt sein. Sie bekommt mehrere Therapien in unterschiedlichen Gewichtungen."
Kein Hindernis
Die aktuelle Verletzung wird für Hills, die bei den Paralympics 2014 in Sotschi (Russland) starten will, kein Hindernis sein, wie Lajtai bestätigt: "Für Sotschi sehe ich kein Problem. Es ist eine schwere Verletzung, aber es ist kein tragender Knochen."
Lajtai will Mills aber auch nach der Therapie weiter in Klagenfurt betreuen: "Behindertensportlern ist höchster Respekt zu zollen. Menschen wie Mills haben eine große Vorbildwirkung, die wir hier sehr gerne unterstützen werden."










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