Hunderter von Ragger für eine Kritikerin
"Ich will keine Almosen, ich will Schutz vor solchen Politikern!" Das sagt eine Leserin der Kleinen Zeitung, die kürzlich in einem Leserbrief vorgeschlagen hatte, Soziallandesrat Christian Ragger (FPK) solle sich in "Unsoziallandesrat" umbenennen.

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Der Grund: Seit Ragger das Sagen im Ressort habe, ist die Mietbeihilfe, welche die Leserbriefschreiberin bekommt, jährlich um zwei bis 3,20 Euro pro Monat gekürzt worden. Nachdem sie ihren Unmut per Zeitung bekundet hatte, erhielt die Frau - zu ihrer Überraschung - ein von Ragger unterzeichnetes Schreiben. Inhalt: Ihr Ansuchen um "Hilfe in besonderen Lebenslagen", in der sie über ihre derzeit schwierige Situation berichten, bringe ihr die einmalige Unterstützung in Höhe von 100 Euro für die reduzierte Wohnbeihilfe. Die Klagenfurterin hat aber "nie ein Ansuchen gestellt": Sie ortet "Stasi-Methoden und Stimmenkauf". Die 100-Euro-Hilfe vom Land will sie spenden.
Ragger bezeichnet die Hilfe als "gut gemeint". Man sei nach der Entdeckung des Leserbriefes "legal, von Amtswegen her tätig geworden". Ansuchen sei keines notwendig. Die Daten der Frau habe man aus ihrem Ansuchen um Wohnbeihilfe. Aus dem "Notfalltopf" seien 2010 an mehr als 1000 Kärntner 700.000 Euro ausgezahlt worden.














