Wo es überall zu Ostern aufflammt
Am Karsamstag werden in Klagenfurt und Klagenfurt-Land traditionellerweise wieder Osterfeuer entfacht. Ein Überblick, welche Gemeinden es "heiß" mögen.
Früher erfüllten Osterfeuer den Zweck, mit der Sonne Kontakt aufzunehmen. In den vergangenen 100 Jahren hat sich die Bedeutung aber dahin-gehend geändert, dass das Osterfeuer für viele zum gesellschaftlichen Freudenfeuer wurde", so der Brauchtumsexperte Wolfgang Lattacher. Auch heuer wieder sind in der Landeshauptstadt 46 Osterfeuer bei der Berufsfeuerwehr gemeldet. "Das größte ist sicher das auf der Schleppe Alm. Auch die Osterhaufen beim Weinländer und beim Bauer Samrock in Feschnig sind beeindruckend", sagt Brandinspektor Manfred Schifferl (Berufsfeuerwehr). Ein großer (Oster-)Haufen bahnt sich auf der Tultschnig-Wiese in Seltenheim an. "Seit gut 25 Jahren haben wir einen Osterhaufen. Aber heuer ist er so groß wie nie", so Zlatko Konec, Chef des Landgasthauses Hobisch. Rund 30 Seltenheimer und Tultschniger haben beim Sammeln geholfen, viel hat auch Gartenbau Tschitschnig beigetragen. Um 20 Uhr geht es los.
An die 30 Osterhaufen
Zu den Spitzenreitern der Landgemeinden zählen Grafenstein und Ludmannsdorf mit 30 und Maria Saal und Keutschach mit 25 Osterhaufen. Vorwiegend sind es aber Private, die ihren Baumschnitt verbrennen. In Maria Saal lässt der Sparverein Lärch den Haufen um 20 Uhr beim Zeller Kreuz brennen und in Ludmannsdorf gibt's den größten Haufen in der Nähe der Pfarrkirche. "Zum ersten Mal hat die Pöllergemeinschaft ein Feuer organisiert", so ein Gemeindemitarbeiter. In Keutschach laden die Schießbuben in St. Nikolai zum Osterfeuerfeiern. In Reifnitz geht es auf der Zwanderwiese um 20 Uhr rund und auf dem Preskahügel werden drei Osterkreuze angezündet. Die Dorfgemeinschaft Kirschentheuer entfacht ihr Feuer auf der Sirne um 20 Uhr, die Brauchtumsgruppe Techelsberg in Tibtisch mit der Dämmerung.
Heiß her geht es auch in Feistritz im Rosental. "Bis jetzt haben wir elf Anmeldungen", so Bürgermeisterin Sonya Feinig. Einen Brauch hält die Dorfgemeinschaft Ups seit Jahren aufrecht: nämlich den Kienspanfackelumzug am Sonntag beim Sportzentrum um 20 Uhr. In Ebenthal lädt der Fußballverein Askö Gurnitz zur Osterfeuerfeier. "Heuer haben wir nur zehn Anmeldungen bekommen", sagt Amtsleiter Adolf Windisch. Während Gemeinden wie Moosburg, Köttmannsdorf, Krumpendorf, Schiefling viele private Osterfeuer genehmigt haben, hält es die Gemeinde Poggersdorf streng: "Unsere fünf Osterfeuer werden nur von Vereinen organisiert", so eine Gemeindebedienstete. Dunkel bleibt es wahrscheinlich in St. Margarethen und in Zell. "Im Vorjahr hatten wir ein paar Feuer, bis jetzt gibt es noch keine Anmeldung", so Egon Wassner, Amtsleiter von Zell.
Tipps vom Brandinspektor
Osterfeuer in Klagenfurt dürfen nur am Karsamstag zwischen 17 und 24 Uhr brennen. "Am Sonntag darf der Haufen nicht mehr rauchen, wegen der Feinstaub-Belastung", so Schifferl. Zudem dürfen keine Kunststoffe, Plastikteile oder getrocknetes Gras verbrannt werden.













