Auszeichnung für vorbildliche Integration
Im Rahmen der "Inclusia 2011" wurden erstmals Preise verliehen.

Foto © TraussnigJenny lacht aus vollem Hals - am liebsten mit der Jugendgruppe der Faschingsgilde Steinfeld. Heuer glänzte sie bei einem "Feuerstein"-Sketch
Jenny lacht aus vollem Hals und reckt den Daumen in die Höhe, als die Jugendgruppe der Faschingsgilde Steinfeld erzählt, mit welcher Begeisterung sie heuer im "Familie Feuerstein"-Sketch die Keule geschwungen hat. Jenny Oberlojer sitzt im Rollstuhl. Sie kann schreiben, aber nicht reden. Sie unterhält sich in der Zeichensprache und die Faschingsgilde-Jugendgruppe stimmt ihr Programm auf Jenny ab.
Diese vorbildliche Integration unter dem Titel "Do seima OLLE dabei. . ." wurde beim Fest der Begegnung "Inclusia 2011" preisgekrönt. Erstmals wurden heuer junge Leute aus dem Alpen Adria-Raum ausgezeichnet, die vorleben, was Inklusion bedeutet: Menschen mit besonderen Bedürfnissen als Teil der Gesellschaft einschließen, wie es "Inclusia"-Gründer und Organisator Dieter Klammer formuliert.
Zu den vier Siegern aus 30 Bewerbungen gehört das Projekt "Einkauf für Sie" der Paul Kraemer-Schule aus Frechen bei Köln. Beeinträchtigte Schüler besuchen einmal die Woche Senioren, die nicht mehr mobil sind und erledigen für sie die Einkäufe. Die Schüler freuen sich über Selbstbestätigung, die Senioren über die Zuwendung. Auf gemeinsame Bewegung setzte die Karl Schubert-Schule aus Wien mit "Glückskind". Ein gemeinsam einstudiertes Tanztheater-Märchen war so gelungen, dass man nicht merkte, wer von den Jugendlichen beeinträchtigt war. Durch die Entwicklung ungeahnter Fähigkeiten fanden einige von ihnen den Weg auf den ersten Arbeitsmarkt. In der Schule Osnovna ola aus Murska Sobota in Slowenien lernten Schüler mit leichter und schwerer Behinderung und Kinder der Nachbarschule durch Sport und Musik den wertschätzenden Umgang miteinander.










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