Juweliere im Visier von Kriminellen
Nächtlicher Einbruch in Juweliergeschäft in Klagenfurt gescheitert. Neue Ermittlungsansätze zu 100.000-Euro-Raubüberfall in Innenstadt. Spur führt zu Coup mit vielen Parallelen in Salzburg.

Foto © KK/PolizeiDie Täter während des Überfalles in Klagenfurt
Ziel von Einbrechern war am Sonntag gegen 4 Uhr früh ein Uhren- und Juwelenfachgeschäft im Klagenfurter Stadtteil Fischl. Mehrere Männer machten sich mit einem 30 Kilogramm schweren und rund einen halben Meter großen Granitsteinblock an der Auslagenscheibe zu schaffen. Vier Mal schleuderten die Einbrecher den mit einem Stofftuch umwickelten Stein gegen die Panzerglasscheibe. Diese hielt stand, die Alarmanlage wurde ausgelöst, die Täter ergriffen die Flucht. Gegen 4.30 Uhr bemerkte eine aufmerksame Zeitungsausträgerin die beschädigte Scheibe und alarmierte sofort die Polizei. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass ein Anrainer vier dumpfe Schläge gehört hatte. Er sah sogar von seinem Balkon aus die Einbrecher flüchten. Warum er nicht die Polizei verständigte, bleibt unklar.
Ihrer Sache sicher waren sich jene zwei Männer, die, wie berichtet, als ?Kunden“ getarnt am 24. Jänner einen Juwelier in der Klagenfurter Kramergasse überfallen hatten. ?Die beiden Angestellten hatten großes Glück. Es bestand die Gefahr, dass sie es mit der gewalttätigen Seite der mit Pistolen Bewaffneten zu tun bekommen“, so ein Ermittler. Beamte der Raubgruppe im Landeskriminalamt haben mittlerweile in enger Kooperation mit Kollegen des LKA Salzburg eine erste Spur aufgenommen.
Neue Spur
Auf dem Karajanplatz der Mozartstadt wurde am 24. Jänner am Vormittag bei dichtem Schneetreiben ein Traditionsjuwelier überfallen. Zwei bewaffnete Räuber zwangen eine Angestellte und die Schwiegertochter des Besitzers in ein Hinterzimmer. Sie schlossen die beiden Frauen ein und verschwanden mit Uhren und Schmuck im Wert von weit mehr als 100.000 Euro. Auch in Klagenfurt liegt der Wert der Beute bei über 100.000 Euro. Nach Analysen der Bilder aus der Überwachungskamera sehen Kriminaltechniker ?verblüffende Paralellen“ zu beiden Tatorten und den Tätern. Umfangreiche Spurenvergleiche sind im Gange. Hinweise bitte an die Telefonnummer 059133-20-33 33.














