Klagenfurter hortete Nazi-Kram
Ein Verdächtiger stellte Protokoll einer Hausdurchsuchung selbst ins Netz: Abgesehen von CDs sammelte der Klagenfurter auch NS-Devotionalien wie Naziflaggen bis hin zu Tabakdosen mit NS-Abzeichen.

Foto © APA/Symbolbild
1437 CDs mit einschlägigem Inhalt haben Polizeibeamte im Oktober letzten Jahres bei einem Klagenfurter konfisziert. Die Hausdurchsuchung fand im Rahmen einer österreichweiten Ermittlungsaktion statt, die von der Staatsanwaltschaft in Wien ausgegangen ist. Ziel der Aktion waren mutmaßliche Betreiber der Neonazi-Seite "alpen-donau.info". Insgesamt 18 Häuser wurden gleichzeitig durchsucht. Die Ergebnisse blieben die Ermittler der Öffentlichkeit allerdings bislang schuldig.
Stattdessen machte der "gefilzte" Klagenfurter den Stand der Ermittlungen selbst publik. Er stellte das Sicherstellungsprotokoll seiner Hausdurchsuchung via Facebook ins Internet, offenbar aus Stolz auf seine Aktivitäten.
Inzwischen ist der betreffende Eintrag nicht mehr zu finden. Die Website "stopptdierechten.at" - sie wird von den Grünen betrieben - hat das Material jedoch sichern können. Dort werden die konfiszierten Gegenstände aufgelistet, abgesehen von CDs sammelte der Klagenfurter auch NS-Devotionalien wie Naziflaggen bis hin zu Tabakdosen mit NS-Abzeichen. Als Grund für die Durchsuchung wurde der Verdacht auf Verstoß gegen das Verbotsgesetz angegeben.
Nicht nur das gefundene Material könnte dem Klagenfurter gefährlich werden: Auf seinem Facebook-Profil waren SS-Runen und neonazistische Slogans zu finden. Erst vor Kurzem wurde der Verfassungsschutz auch bei einem Wolfsberger aktiv, der rechtsextreme Slogans auf Facebook stellte.












