Omatov-Gruft in Klagenfurt muss weg
Das Bundesdenkmalamt hat entschieden: Die zu groß gebaute Kapellengruft auf dem Annabichler Friedhof in Klagenfurt muss abgerissen werden.

Foto © TraussnigNoch ist der Rohbau der zu groß gebauten Kapellengruft auf dem Friedhof Annabichl zu bewundern
Kein Happy End gibt es für die zu groß gebaute Kapellengruft des gebürtigen Russen und Unternehmers Aleksandre Omatov auf dem Annabichler Zentralfriedhof in Klagenfurt. Denn Bundesdenkmalamt und Friedhofsreferent Wolfgang Germ (FPK) haben Mittwochabend entschieden, dass der Rohbau abgerissen werden muss. Der Grund: Der Bau passe nicht in das Gesamtbild der 110 Jahre alten Friedhofsanlage.
Vor vier Monaten verhängte die Stadt über die Omatov-Gruft einen Baustopp, da anders gebaut wurde als bewilligt. Weil die Annabichler Friedhofsanlage unter Denkmalschutz steht, hat sich das Bundesdenkmalamt eingeschaltet und jetzt die Abriss-Entscheidung bekannt gegeben.
Für Axel Hubmann, Landeskonservator des Bundesdenkmalamtes, stehe das falsche Bauwerk an der falschen Stelle: "Die Gruft-Pläne wurden mit uns nicht akkordiert. Weder Dimension noch Größenrelation passen in das Gesamtbild des Friedhofs, denn solch ein Zentralkuppelbau benötigt Platz, der hier nicht gegeben ist."
Friedhofsreferent Germ fordert binnen zwei Monaten die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes. Und wie will die Stadt solche Probleme künftig vermeiden? "Die Friedhofsordnung wird dahin gehend geändert, dass nicht nur die Breite, sondern auch die Höhe eines Bauwerkes vorgegeben sein wird. Weiters wird das Bundesdenkmalamt künftig in Entscheidungen mit einbezogen", so Germ.












