Draufzahler
Politiker sind (eigentlich) dafür da, die Interessen jedes einzelnen Bürgers zu vertreten. Deshalb gehen Bürger auch zur Wahl, im Vertrauen, den richtigen Mann (oder Frau) zu wählen, der künftig im Sinne der Bevölkerung etwas weiterbringt. Einige Ebenthaler Politiker interpretieren ihre Aufgaben jedoch anders. Dort haben SPÖ, FPK und FPÖ nämlich beschlossen, die Müllgebühren um 20 Prozent anzuheben (siehe Seite 42). Die Entsorgerfirma, mit der seit Jahren zusammengearbeitet wird, sei "super". Doch wenn durch erhöhte Kosten Nachteile für Bürger entstehen, müssen sich Politiker an der Nase packen und andere Offerte einholen.
Bürgerliste und ÖVP haben das getan. Und siehe da: Eine Firma würde die bisherigen Preise sogar unterbieten. Doch jetzt ist es zu spät. Der Siebenjahres-vertrag ist unterschrieben. Da hilft auch keine Beschwerde bei der Gemeindeaufsicht mehr. Scheinbar haben Bürgermeister und Co. beim Abstimmen vergessen, dass sie als Ebenthaler Bürger die nächsten Jahre auch 20 Prozent draufzahlen müssen.
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