Oberste Priorität für zwei Sorgenkinder
Klagenfurts Verkehrsreferent stellt Lösung für Keltenstraße für heuer in Aussicht. Im Frühjahr startet Umgestaltung der 10.-Oktober-Straße.
Morgen wird das Bauprogramm für Klagenfurt präsentiert, das heuer mit 4,5 Millionen Euro auskommen muss. Für Verkehrsreferent Peter Steinkellner (ÖVP) haben vor allem zwei Projekte oberste Priorität: die Sanierung der 10.-Oktober-Straße und die Umsetzung der Verkehrslösung für die Keltenstraße in Viktring.
Über das Verkehrschaos in der Keltenstraße regen sich die betroffenen Viktringer schon seit über zehn Jahren auf. Steinkellner will dem Stadtsenat in den nächsten Wochen drei Varianten präsentieren und eine davon umsetzen. Die mit 800.000 Euro "günstigste" Variante von allen ist, die Keltenstraße zwischen Wohnsiedlung und Schrebergärtenparkplätzen zu verlängern. "Über den Rekabach wird eine Brücke gebaut und die Keltenstraße wird dann über den Moorweg in die Glanfurtgasse eingebunden. Für den Radweg ist eine Unterführung geplant. Wir bräuchten nur zwei Grundstücke abzulösen, die Verhandlungen laufen gut", so Steinkellner. Seine "Wunschlösung" jedoch wäre es, ab der geplanten Brücke die Keltenstraße schräg Richtung Glanfurtgasse verlaufen zu lassen. Das entlaste die Moorweg-Anrainer.
Viktringer verärgert
Etwas teurer, aber für Anrainer ertragbarer, wäre Variante drei: die Keltenstraße nach Norden hinter den Schrebergärten zu verlängern und über den Rekabach direkt mit der Glanfurtgasse zu verbinden. "Dafür müssen wir sechs Grundstücke ablösen. Die Verhandlungen laufen zäh", so Steinkellner, der "keine Zeit verlieren möchte". Die Chancen, dass es also die 1,5-Millionen-Variante wird, stehen schlecht.
Zum Ärger der Viktringer. "Durch die Fußgängerzone soll nun die Straße verlaufen, nur weil die Verhandlungen zäh laufen. Für Variante drei gab uns Steinkellner bereits eine Zusage", ärgern sich Karl-Heinz Bürger und Franz Weiß, die wie andere Anrainer durch Lärm und Verkehr um ihre Lebensqualität fürchten. Am Dienstag gibt es mit Weiß, Steinkellner und Bürgermeister Christian Scheider ein Gespräch. In die Ferne gerückt ist auch das acht Millionen Euro teure Vorhaben, die Keltenstraße an die Waidmannsdorfer Straße anzubinden. Finanziell sei das nicht machbar, so Steinkellner.
10.-Oktober-Straße
Etwas einfacher scheint es mit der notwendigen 1,5 Millionen Euro teuren Umgestaltung der 10.-Oktober-Straße zu sein. "Es stehen nur noch formale Beschlüsse aus", so Steinkellner. Gebaut wird ab Frühjahr in zwei Etappen, die - wenn alles nach Plan läuft - heuer abgeschlossen sein sollen: "Im Herbst ist die Fertigstellung der Neugestaltung vom Neuen Platz bis zur Lidmanskygasse geplant. Die restlichen 3200 Quadratmeter von der Lidmanskygasse bis zum Viktringer Ring sind im Anschluss dran."
Features
VERKEHRSLÖSUNG KELTENSTRASSE
Variante 1: Keltenstraße zwischen Wohnsiedlung und Schrebergartenparkplätzen über den Rekabach verlängern und weiter über den Moorweg in die Glanfurtgasse einbinden. Kostenpunkt: rund 800.000 Euro. Wäre laut Verkehrsreferent Peter Steinkellner (ÖVP) schnell und einfach umzusetzen. Verhandlungen mit Grundstücksbesitzern laufen gut.
Variante 2: Die Keltenstraße wie bei Variante 1 mit Brücke über den Rekabach verlängern, dann aber gleich schräg Richtung Glanfurtgasse weiterlaufen lassen. Wäre die Wunschvariante von Steinkellner, aber die Grundstücksverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Variante 3: Verlängerung der Keltenstraße Richtung Norden hinter den Schrebergärten Richtung Rekabach direkt zur Glanfurtgasse. Für diese Variante muss die Stadt aber sechs Grundstücke ablösen - Verhandlungen gehen schlecht voran. Kosten: 1,5 Millionen Euro. Für die Anrainer wäre Variante 3 eine Entlastung, da die Fußgängerzone Moorweg zwischen Schrebergartenparkplätzen und Wohnhäusern als "Puffer" dienen würde.












