"Kollegen werden hinausgemobbt"
Kärntens Post-Personalvertreter Koppitsch übt wegen Dienstzuteilungen in anderer Bundländer harte Kritik an Personalchef Nigl.

Foto © BUDAIKärntner Postbeamte werden nach Wien versetzt
"Post-Personalchef Franz Nigl versucht mit allen Mitteln Beamte in das Überbrückungsmodell des Frühruhestandes zu mobben", schlägt Kärntens oberster Post-Personalvertreter Bernhard Koppitsch Alarm. Das Modell sieht vor, dass Beamte, die vor dem 60. Geburtstag in den Ruhestand gehen, bis zu diesem Zeitpunkt 62 Prozent des Letztbezuges erhalten. Danach gibt es die volle Pension. Diese Form des Ruhestand-Antritts ist über die Hackler-Regelung noch bis 2013 möglich. So wurde ein Klagenfurter Postler (57) mit 1. Dezember nach Wien-Hietzing zugeteilt.
Laut Post-Sprecher Andreas Bachler erfolgen solcherlei Versetzungen, "damit der Dienstbetrieb aufrechterhalten werden kann". Es handle sich nur um "vorübergehende Maßnahmen, wegen des Personal-Unterstandes in Wien und Umgebung".
"Mag sein", so Koppitsch. "Aber in und um Wien wurden auch zig Ämter geschlossen. Warum wird nicht von dort jemand nach Hietzing geschickt?" In Klagenfurt müsse die Stelle auch nachbesetzt werden. "In Wahrheit soll der Mann aus dem Unternehmen gedrängt werden", ist sich Koppitsch sicher, und schildert eine weitere "Schikanierung": "Ein 58-jähriger Schalter-Kollege aus St. Andrä wurde zum Postamt in Brunn am Gebirge in Niederösterreich zugeteilt. Als er dort ankam, war aber kein Arbeitsplatz für ihn vorhanden!"
Koppitsch, der den Rechtsweg eingeleitet hat, "hofft auf ein Umdenken" von Nigl, der als ÖBB-Manager im Mittelpunkt der dortigen Datenaffäre stand. Krankenstandsdaten wurden über das zulässige Maß hinaus erhoben.












