Probleme mit der weißen Pracht
Verschneite Parkplätze, ungeräumte Wege und Dachlawinen: Der Schnee ist in Klagenfurt nicht nur schön anzusehen, sondern wegen der großen Menge auch schwer zu beseitigen.
So schön die weiße Winterlandschaft auch aussieht, sie bringt dennoch Probleme mit sich. In der Stadt und auf dem Land kommen die Mitarbeiter der Winterdienste den Schneemengen kaum nach. Ist eine Straße geräumt, schneit es schon wieder drauf. Vom Winterdienst benachteiligt, fühlen sich die Kaufleute der Klagenfurter Innenstadt. "Wir erwarten uns, dass wir in der Vorweihnachtszeit bei der Schneeräumung vorgezogen werden", so Gerhard Leuc, Sprecher der Kaufleute.
Vor allem ärgern sich die Unternehmer in der Bahnhofstraße, Priesterhausgasse oder Burggasse. "Es ist nur die Hälfte der Parkplätze für unsere Kunden benützbar und an den großen Schneehaufen kommt man kaum vorbei", so Leuc. Der zuständige Verkehrsstadtrat Peter Steinkellner (ÖVP) lässt die Kritik nicht gelten: "Die Mitarbeiter sind Tag und Nacht im Einsatz. Sie können nun einmal nicht überall gleichzeitig sein. Der fließende Verkehr hat vor dem ruhenden eindeutig Vorrang." Er appelliert an die Bevölkerung, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen, um in die Stadt zu kommen, wenn die Verkehrslage aufgrund des Schnees so schwierig ist.
Viele Hausbesitzer ärgern sich, dass die freigeschaufelten Wege vor ihren Häusern vom Schneepflug im Vorbeifahren wieder voll mit Schnee sind. "Das ist keine böse Absicht, wir können nicht anders", sagt Michael Pirker vom Klagenfurter Winterdienst. Jeder Hauseigentümer muss seinen Weg selbst räumen.
Auch für das dritte "Schneeproblem" sind die Hausbesitzer selbst und nicht die Stadt verantwortlich: Dachlawinen. "Die Hausbesitzer tragen die Verantwortung, wenn eine Dachlawine abgeht und etwas passiert. Dieser können sie sich auch durch Warntafeln nicht entziehen", so Steinkellner.













