Weltspitze am Handgelenk
Die Klagenfurter Firma Hirsch Armbänder exportiert ihre Produkte in 65 Staaten der Erde.

Foto © KLZ/WeichselbraunRobert Hirsch liebt Leder - und die Armbänder, die seine Mitarbeiter daraus erzeugen
Seit unserer Gründung 1945 - wir feiern heuer unser 65. Jubiläum - haben wir pro Jahr im Schnitt sieben Patente angemeldet." Das sagt ein sichtlich stolzer Robert Hirsch (48), Chef der weltweit agierenden Klagenfurter Firma Hirsch Armbänder. "Nicht Uhrbänder, sondern Armbänder für Uhren", sagt Hirsch. Denn "aus der Überzeugung, dass es nichts gibt, das noch besser gemacht werden kann", hat sich der Betrieb voll und ganz dem Gedanken des Ausbaues der Qualität und Funktionalität von Lederarmbändern verschrieben.
"Sie werden am meistbewegten Körperteil getragen und müssen wesentlich mehr aushalten als Schuhe", sagt Hirsch. Beliefert werden 12.000 Händler in 65 Staaten auf allen Kontinenten der Erde. Noble Schweizer Uhrenbauer vertrauen der Klagenfurter Arbeit. "Kärnten als Standort ist deswegen ideal, weil es ein riesiges Potenzial kreativer Mitarbeiter gibt - und die brauchen wir."
Ältestes Kulturmaterial der Welt
Beim Thema Leder gerät der Firmenchef ins Schwärmen: "Es ist das älteste Kulturmaterial der Welt. Fast jeder findet es wunderbar. Es ist sinnlich, interessant anzugreifen und hat einen feinen Geruch." Auch habe jeder Boss einen Ledersessel - "das Material ist machtunterstützend".
Andere Lederprodukte als Armbänder zu produzieren, sei daher bereits überlegt worden: "Aber wir bleiben dabei, wir wollen unserer Philosophie entsprechend die Armbänder laufend verbessern." Der Erfolg gibt der Spezialisierung der Firma - auch auf Vertriebswegen - recht: Der Umsatz ist nach der Einführung des neuen Displaysystems "Sette" bei jenen Händlern, die es benutzen, um 20 Prozent gestiegen. Der Hirsch-Umsatz wird heuer 42 Millionen Euro betragen. Das Hauptziel in naher Zukunft sei es, das Display bei allen Händlern zu installieren. Der Kernmarkt bestehend aus der EU und der Schweiz ist flächendeckend ausgerüstet. "Jetzt kommen die restlichen 6000 Händler dran", so Hirsch.
Am Standort Klagenfurt wurde der Personalstand heuer auch von 300 auf 350 erhöht. Denn die Produktionsstätte in Indien, in der man für den dortigen Markt produzierte, wurde geschlossen: "Der indische Standort war aufgrund der hohen Importzölle nötig. Die sind aber gesunken und wir können jetzt dorthin exportieren", erklärt Hirsch. Die Produktionsstätte in Longguang Zhen, China, bleibt weiter erhalten. Weltweit sind 500 Menschen für Hirsch tätig.














