Zehn Fragen zum neuen Hallenbad
Muss das Hallenbad in der Gasometergasse in Klagenfurt nun schon nächstes Jahr oder doch erst 2015 schließen? Für wen soll das neue Bad überhaupt gebaut werden und was passiert mit dem jetzigen Standort? Fragen über Fragen - wir haben für Sie die Antworten.

Foto © KLZ
1: Warum muss das bestehende Hallenbad geschlossen werden?
Laut Gerald Knes, Leiter des Stadtwerke-Geschäftsfelds Hallenbad, ist das Bad "in die Jahre gekommen" und eine Sanierung unausweichlich. Diese wäre finanziell nicht tragbar. Bis 2014/2015 muss es geschlossen werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. "Wenn die Maschinerie im Hintergrund früher kaputt wird, dann kann von heute auf morgen aus sein", so Knes.
2: Was passiert mit dem Grundstück auf dem das bestehende Bad steht?
Hier könnten Wohnungen gebaut werden - so Bürgermeister Christian Scheiders Idee: "Das Geld fließt in die Finanzierung des neuen Bades." Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz: "Der Grund ist nicht viel wert, dort war einmal eine Kohle-Gas-Anlage. Alleine die Sonderentsorgung kostet ein Vermögen."
3: Wie viel kostet ein Hallenbad-Neubau?
Ein neues Hallenbad bewegt sich, wenn man sich am fertigen Projekt "Stadt.Sport.Bad" orientiert, im Bereich von 43 Millionen Euro. Wie viele Millionen Euro "schwer" der Neubau tatsächlich wird, hänge vom Ergebnis der Ausschreibung ab: "Ich denke, dass die Projekte preismäßig Unterschiede aufweisen werden", so Scheider.
4: Für wen wird das neue Bad geplant: Einheimische, Sportler, Touristen oder für alle?
Geht es nach Scheider, ist das neue Bad sowohl für Einheimische als auch für Sportler geplant. Bestes Beispiel dafür ist das "Stadt.Sport.Bad". Mathiaschitz will hingegen ein Bad für alle haben. Grund: "Das Land zahlt etwas dazu, wenn das Bad auch einen touristischen Mehrwert aufweist."
5: Muss der Neubau des Hallenbades eigentlich (international) ausgeschrieben werden?
Hier ist sich die Klagenfurter Stadtpolitik einig: Bei einem Projekt in so einer Größenordnung ist eine Ausschreibung unumgänglich. Nach den Plänen von Scheider wird bereits Ende Oktober ausgeschrieben, Mathiaschitz will jedoch nichts überstürzen.
6: Was muss die Stadt zu einem neuen Bad finanziell beisteuern?
In dem Fall spielen Faktoren wie Investoren und Endsumme des Projektes eine große Rolle. Wie hoch der Betrag sein wird, steht also noch in den Sternen.
7:Gibt es bereits Interessenten, die ein neues Hallenbad in Klagenfurt bauen wollen?
Definitiv, ja. Sowohl Baukonzerne wie Porr und Alpine als auch Banken, Bäderbetreiber und andere Firmen haben ihr Interesse bereits kundgetan. "Wer aber tatsächlich an der Ausschreibung teilnehmen wird, kann jetzt noch nicht gesagt werden. Man muss abwarten, wie die Ausschreibung verläuft", so Scheider.
8: Ist für ein neues Bad eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig?
Hierbei kommt es auf den Standort an. Wenn das Bad in die Ostbucht gebaut werden sollte, dann ist eine UVP notwendig. Am Messeareal ist eine UVP unwahrscheinlich.
9: Droht eine hallenbadlose Zeit in Klagenfurt?
"Das darf nicht passieren", sind sich Scheider und Mathiaschitz einig. Wenn alles nach Plan läuft, dann soll das neue Hallenbad bereits vor der endgültigen Schließung (2014/2015) des bestehenden Hallenbades fertiggestellt sein.
10: Welche Standorte kommen für ein neues Hallenbad infrage?
Im Gespräch sind vier Standorte: Die Ostbucht, die Wiese gegenüber vom Minimundus, der Messeparkplatz in der St. Ruprechter Straße und der bestehende Standort.













